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22-Jähriger aus der Bodensee-Region stirbt am Mindelheimer Klettersteig

Ein 22-Jähriger aus der Bodensee-Region ist am 20. September 2026 am Mindelheimer Klettersteig bei Oberstdorf abgestürzt und gestorben. Die Polizei ermittelt.

Kurzmeldung

Ein 22-jähriger Mann aus der Bodensee-Region ist am Sonntag, 20. September 2026, am Mindelheimer Klettersteig in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt. Nach übereinstimmenden Angaben der Polizei und regionaler Medien stürzte er im Bereich des Grats in steiles, felsiges Gelände und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Kräfte der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bargen den Leichnam mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers.

Der Mindelheimer Klettersteig liegt südlich von Oberstdorf und führt über die drei Schafalpenköpfe. Er gilt als mittelschwer und ist an vielen Stellen mit Drahtseilen, Klammern und Stiften gesichert, erfordert jedoch sichere Bedingungen, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung. Ob der Verunglückte allein unterwegs war, dazu machten die Ermittler zunächst keine abschließenden Angaben.

Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen. Geprüft wird, ob Ausrüstungs- oder Witterungsfaktoren den Absturz begünstigt haben könnten. Konkrete Hinweise auf Fremdeinwirkung liegen nicht vor. Aussagen, der Mann sei „gut ausgerüstet“ gewesen, wurden von den Behörden bislang nicht näher bestätigt. Weitere personenbezogene Details nennt die Polizei aus Rücksicht auf Angehörige und aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht.

Rettungseinsätze in dem ausgesetzten Gelände sind aufwendig und für die Einsatzkräfte risikobehaftet. Der Einsatz am Sonntag wurde nach Behördenangaben von spezialisierten Kräften koordiniert, um den Gefahren im felsigen Gelände und wechselnden Luftbedingungen zu begegnen.

Der tödliche Absturz reiht sich in mehrere schwere Bergunfälle in diesem Sommer ein. Fachleute des Deutschen Alpenvereins weisen regelmäßig darauf hin, Klettersteige wie den Mindelheimer nur bei stabiler Wetterlage, mit passender Ausrüstung und realistischer Selbsteinschätzung zu begehen. Dazu zählen geprüfte Klettersteigsets, Helme sowie die Planung von Zustieg, Steig und Abstieg.

Die Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe dauern an. Sobald sich neue Erkenntnisse zum Unfallhergang ergeben, will die Polizei informieren. Die Angehörigen des Verunglückten sind nach Behördenangaben verständigt worden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen