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300 Millionen Jahre alte Ursaurierfunde von Remigiusberg werden in Kaiserslautern untersucht

Zwei rund 300 Millionen Jahre alte Fossilien aus dem Remigiusberg bei Kusel werden derzeit per Groß-CT an der RPTU Kaiserslautern durchleuchtet; die Zähne sollen klären, ob es sich um bislang unbekannte Ursaurierarten handelt.

Zwei fossile Skelettfunde aus dem Steinbruch Remigiusberg bei Kusel in der Westpfalz sind Gegenstand aktueller Forschung: Am 27. Oktober 2026 wurden die Präparate in einer großformatigen Computertomographie-Anlage an der RPTU Kaiserslautern gescannt, um im Inneren der versteinerten Schädel und insbesondere der Backenzähne Details sichtbar zu machen, die mit bloßem Blick nicht zugänglich sind. Die Fossilien werden auf ein Alter von rund 300 Millionen Jahren datiert und stammen aus Gesteinen, die während des Karbon und Perm gebildet wurden; damals lag das Gebiet nahe dem Äquator und war von feucht-warmem Klima mit großen Seen geprägt. (Quellen: Pressemitteilung RPTU/Geoskop, Presseberichterstattung SWR, dpa-Bericht.)

Nach Angaben des Urweltmuseums GEOSKOP auf Burg Lichtenberg handelt es sich bei den Exemplaren um Lepospondyli-ähnliche Formen, die landläufig als „Ursaurier“ bezeichnet werden; der Begriff verweist nicht auf Dinosaurier, sondern auf frühe Tetrapoden des Paläozoikums. Die Forschenden hoffen, dass die Zahn- und Schädelmorphologie Aufschluss darüber gibt, ob die Individuen zu bereits beschriebenen Arten gehören oder ob es sich um bislang nicht dokumentierte Taxa handelt. Entscheidende Merkmale sind unter anderem Zahnform, Zahnzahl und Ansatzstellen der Kaumuskulatur, die Rückschlüsse auf Ernährungsweise und systematische Stellung erlauben. (Quellen: SWR, idw-Presseinformation, dpa/Süddeutsche Zeitung.)

Der Fundort Remigiusberg gilt in der Fachliteratur als eine Fossillagerstätte mit langjähriger Geschichte: Seit mehreren Jahren werden dort Wirbeltierfossilien geborgen und in regionalen Museen wie dem Urweltmuseum GEOSKOP aufbereitet und erforscht. Die RPTU stellte für die CT-Untersuchung eine Großanlage zur Verfügung, die normalerweise für Materialprüfungen technischer Bauteile eingesetzt wird; der Einsatz erlaubt hochauflösende Volumenbilder auch bei großformatigen Präparaten. (Quellen: RPTU, GEOSKOP.)

Aus Sicht der Forschenden sind jetzt die bildgebenden Befunde und die anschließende fachliche Auswertung entscheidend; erst danach können Bezeichnungen, wissenschaftliche Vergleiche und gegebenenfalls Publikationen erfolgen. Konkrete taxonomische Aussagen oder die Nennung einer neuen Art wurden bislang nicht veröffentlicht. Das Urweltmuseum GEOSKOP plant, die Ergebnisse in seinen Ausstellungs- und Vermittlungsangeboten auf Burg Lichtenberg zu verarbeiten, sollte die Auswertung neue Erkenntnisse bestätigen. (Quellen: SWR, dpa.)

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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