In Neumünster sind am 11. Oktober 2026 rund 350 Anwärterinnen und Anwärter der Landespolizei Schleswig-Holstein vereidigt worden. Der Diensteid wurde bei einem Festakt in den Holstenhallen abgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums haben die Nachwuchskräfte kürzlich ihre zweieinhalbjährige Ausbildung im mittleren Dienst oder ihr dreijähriges Studium für den gehobenen Dienst begonnen.
Die neuen Polizeibeschäftigten verteilen sich auf die Laufbahnen der Schutzpolizei, der Wasserschutzpolizei und der Kriminalpolizei. Mit der Vereidigung beginnt der reguläre Vorbereitungsdienst, der fachliche Module an den Ausbildungsstandorten mit Praxiseinsätzen in Dienststellen verbindet. Konkrete Einsatzplanungen und spätere Dienstorte stehen üblicherweise erst nach den Prüfungen fest.
Die Landesregierung führt die zentralen Vereidigungen seit Jahren in Neumünster durch. Der gebündelte Termin soll die neuen Jahrgänge sichtbar machen und gleichzeitig die Ausbildungsorganisation straffen. Nach Ministeriumsangaben bleibt der Personalaufbau in der Polizei ein Schwerpunkt, um Altersabgänge zu kompensieren und die Präsenz im Streifendienst wie auch die Ermittlungsarbeit zu sichern. Die Veranstaltung in den Holstenhallen setzte dabei in den Ansprachen erneut einen Akzent auf die Bindung an Grundrechte und rechtsstaatliche Prinzipien – eine Kernpassage des Diensteids.
Zum aktuellen Stand der Ausbildungskapazitäten und zu finanziellen Folgen für einzelne Dienststellen lagen am Sonntag keine detaillierten Angaben vor. Erfahrungsgemäß bindet der Einstieg größerer Jahrgänge Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Praxismentorinnen und -mentoren, bevor die zusätzlichen Kräfte nach Abschluss der Prüfungen die Personaldecke in den Revieren spürbar verstärken. Das Innenministerium kündigte an, den Kurs regulär durch die vorgesehenen Lehr- und Praxisabschnitte zu führen.
Der Termin in Neumünster reiht sich in ähnliche Jahrgangsstarts der vergangenen Jahre ein. Bereits zuvor hatte Schleswig-Holstein die Zahl der Ausbildungsplätze schrittweise erhöht. Die heutige Vereidigung bestätigt diesen Kurs, ohne über die bekannte Größenordnung hinauszugehen. Aussagen zu künftigen regionalen Schwerpunkten, zu Spezialisierungen einzelner Jahrgänge oder zu ergänzenden Haushaltsmitteln wurden am Tag der Vereidigung nicht veröffentlicht und bleiben damit offen.
Mit dem neuen Jahrgang ist die nächste Etappe der Personalplanung im Land eingeläutet. Bis zum Abschluss der Ausbildung wird die Landespolizei Schleswig-Holstein die Anwärterinnen und Anwärter in die Bereiche Schutzpolizei, Wasserschutzpolizei und Kriminalpolizei integrieren und deren Einsatzreife stufenweise erweitern.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).