In Bad Neuenahr-Ahrweiler sind in der Nacht zum Sonntag mindestens 41 geparkte Autos zerkratzt worden. Das teilte die Polizeidirektion Mayen am 4. Oktober mit. Demnach wurden an verschiedenen Orten der Stadt Lackschäden mit einem spitzen Gegenstand festgestellt. An mehreren betroffenen Fahrzeugen lagen Zettel mit persönlichen Daten einer Frau, die nach Angaben der Polizei als unbeteiligt gilt.
Die Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler ordnet die Vorfälle als Serie von Sachbeschädigungen ein. Hinweise auf Tatorte innerhalb der Stadt nannte die Behörde nicht. Die Ermittler prüfen, ob es Zusammenhänge zu ähnlichen Vorfällen in Euskirchen und Bonn gibt, bei denen ebenfalls Zettel mit dem Namen derselben Frau gefunden worden sein sollen. Ein Tatverdacht gegen die genannte Person bestehe nicht, betonte die Polizeidirektion Mayen. Die Frau sei kontaktiert worden; die Behörden behandeln ihre auf den Zetteln vermerkten Daten als mögliche Irreführung durch den oder die Täter.
Spurensicherung und weitere Auswertungen sollen klären, ob es sich um einen einzelnen Täter oder mehrere Beteiligte handelt. Zugleich wollen die Ermittler prüfen, ob identische Werkzeuge oder wiederkehrende Merkmale die Fälle verbinden. Die Polizei ruft Zeuginnen und Zeugen auf, deren Fahrzeuge beschädigt wurden oder die in der fraglichen Nacht verdächtige Personen beobachtet haben, sich bei der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler zu melden.
Sachbeschädigungen in dieser Größenordnung haben für Betroffene teils erhebliche finanzielle Folgen. Neben möglichen Selbstbeteiligungen in der Kaskoversicherung entstehen Aufwand für Gutachten, Werkstatttermine und die Schadenregulierung. Für die Stadt im Ahrtal ist die Häufung zudem ein sicherheitsrelevantes Thema, das die Polizei in Rheinland-Pfalz bindet.
Die Behörden bleiben bei der Bewertung der Lage zurückhaltend. Fest steht die Zahl der bislang erfassten Fahrzeuge und der Fund mehrerer Zettel mit personenbezogenen Angaben. Unklar sind Motiv, Täterschaft und eine mögliche Serie über Stadt- oder Landesgrenzen hinweg. Die Polizeidirektion Mayen kündigte an, im Fall neuer Erkenntnisse zu informieren und die Öffentlichkeit erneut um Mithilfe zu bitten.
Alle Angaben beruhen auf der am 4. Oktober 2026 veröffentlichten Mitteilung der Polizeidirektion Mayen sowie übereinstimmenden Berichten regionaler Redaktionen. Die Ermittlungen dauern an.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).