Die Region Hannover hat den Fund von 47 ausgesetzten Meerschweinchen in einem Waldstück bei Ilten (Stadt Sehnde) bestätigt und bittet um Hinweise zur Herkunft der Tiere. Die Kleintiere waren am Dienstagabend, dem 15. September 2026, in zwei Pappkartons entdeckt worden. Sie wurden in ein Tierheim gebracht und medizinisch versorgt, teilte die Verwaltung am 17. September mit.
Nach Angaben der Region handelt es sich um 28 Männchen und 19 Weibchen. Da die Tiere nicht nach Geschlechtern getrennt waren, könnten einige Weibchen trächtig sein. Bei einem Tier wurde ein großer Abszess am Hals festgestellt. Insgesamt beschreibt die Verwaltung den Pflegezustand als schlecht. Weitere Details zu Alter oder möglichen Zuchtverhältnissen liegen bislang nicht vor.
Das Veterinäramt der Region Hannover ist eingeschaltet und prüft den tierschutzrechtlichen Sachverhalt. Dazu gehören die Untersuchung des Gesundheitszustands der Tiere sowie die Bewertung möglicher Verstöße und Folgemaßnahmen. Parallel bittet die Verwaltung um sachdienliche Hinweise – etwa zu Transportmitteln, beobachteten Übergaben oder auffälligen Tierbeständen in der Umgebung – die zur Ermittlung der Verantwortlichen führen könnten. Hinweise nimmt die Region telefonisch und per E‑Mail entgegen.
Das Aussetzen von Heimtieren ist nach deutschem Tierschutzrecht strafbar. Je nach Schwere und Nachweisbarkeit des Verstoßes drohen Bußgelder oder Strafverfahren. Tierheime und Behörden weisen seit Jahren darauf hin, dass Überforderung, unkontrollierte Vermehrung und Fehlinformationen zu Haltungsanforderungen häufige Gründe für Aussetzungen sind. Im Raum Hannover kam es wiederholt zu derartigen Fällen; die nun sichergestellten Meerschweinchen belasten die ohnehin knappen Kapazitäten der Tierheime zusätzlich.
Die Region Hannover betont, dass die Versorgung der Tiere gesichert sei. Die weiteren Untersuchungen des Veterinäramts laufen, zudem wird geprüft, ob von den Tieren Gesundheitsrisiken für andere Bestände ausgehen. Für die Klärung der Herkunft setzt die Verwaltung auf Hinweise aus der Bevölkerung – insbesondere Beobachtungen rund um Ilten und Sehnde in den Tagen vor dem 15. September 2026. Über die Ergebnisse der Ermittlungen will die Region informieren, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen. Über den Erstfund berichteten auch der Norddeutscher Rundfunk und lokale Medien unter Berufung auf die Mitteilung der Region.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).