Kurzmeldung
Im Starnberger See wird seit Samstagvormittag ein 63 Jahre alter Taucher vermisst. Nach Angaben der Polizei war der Mann gegen 10:30 Uhr mit zwei Begleitern an der Allmannshauser Steilwand bei Berg im Landkreis Starnberg ins Wasser gegangen. Er kehrte nach rund einer halben Stunde nicht an die Oberfläche zurück. Die beiden Mittaucher alarmierten umgehend die Einsatzkräfte.
Daraufhin begann eine groß angelegte Suche. Einsatzboote von Wasserwacht und Feuerwehr durchkämmten den betroffenen Bereich, Taucher gingen abschnittsweise ins Wasser. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft; Drohnen wurden zur Erkundung der Wasseroberfläche und der Uferlinie eingesetzt. Bis zum späten Nachmittag blieb der Mann unauffindbar. Eine Bergung war zunächst nicht möglich.
Die Allmannshauser Steilwand ist ein bekanntes, aber anspruchsvolles Tauchrevier. An einzelnen Stellen fällt der Seegrund steil auf deutlich über 70 Meter ab. Die Sicht ist je nach Wetter und Jahreszeit eingeschränkt, Strukturen und Kanten können die Orientierung erschweren. Such- und Bergungsmaßnahmen sind dort häufig zeitaufwendig und stark von Bedingungen unter Wasser abhängig. Die DLRG und die örtlichen Feuerwehren unterhalten spezialisierte Einheiten, dennoch bleiben Einsätze in größeren Tiefen riskant.
Zur Identität des Vermissten machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Hinweise auf die Ursache des Vorfalls oder auf gesundheitliche Probleme liegen nach Behördenangaben bislang nicht gesichert vor. Auch der genaue Ablauf unter Wasser ist noch unklar. Die Ermittlungen zur Klärung der Umstände wurden aufgenommen.
Die Suche wurde am Nachmittag den Bedingungen entsprechend fortgesetzt und koordiniert. Die Polizei bat mögliche Zeuginnen und Zeugen, die sich am Vormittag im Bereich der Allmannshauser Steilwand aufhielten und Beobachtungen gemacht haben, um Hinweise. Weitere Entscheidungen zu Taktik und Umfang der Maßnahmen hängen von Wetter, Sicht und verfügbarer Technik ab. Über neue Erkenntnisse wollen die Behörden nach Lage fortlaufend informieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).