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67-Jähriger richtet Waffenattrappe im Braunschweiger Ring-Center auf Polizisten

Im Ring-Center am Berliner Platz in Braunschweig hat ein 67-Jähriger eine täuschend echte Gewehr-Attrappe auf Einsatzkräfte gerichtet. Die Polizei überwältigte den Mann, niemand wurde verletzt.

Ein 67 Jahre alter Mann hat am 20. Oktober 2026 im Ring-Center am Berliner Platz in Braunschweig eine täuschend echt aussehende Gewehr-Attrappe auf eintreffende Polizistinnen und Polizisten gerichtet. Zuvor hatte ein Passant gegen 15.25 Uhr eine bewaffnete Person im Einkaufszentrum gemeldet. Daraufhin rückten mehrere Streifenwagen der Polizei Braunschweig an und sperrten den Bereich ab.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Braunschweig hielten sich während des Einsatzes zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Einkaufszentrum auf. Einer der angetroffenen Männer griff demnach nach der in einem Einkaufswagen liegenden Attrappe und richtete sie auf die Einsatzkräfte. Die Beamtinnen und Beamten überwältigten den 67-Jährigen und nahmen ihn vorläufig fest. Schüsse wurden nicht abgegeben; Verletzte gab es nach aktuellem Stand nicht. Die gesicherte Attrappe wird kriminaltechnisch geprüft. Zu Motiven und Hintergründen dauern die Ermittlungen an.

Die Polizeiinspektion Braunschweig warnte ausdrücklich vor dem Hantieren mit sogenannten Anscheinswaffen. Der Inspektionsleiter Thomas Bodendiek betonte, realistisch wirkende Replikate könnten in Einsatzlagen zu lebensgefährlichen Fehlentscheidungen führen. Einsatzkräfte müssten in Sekundenbruchteilen reagieren, wenn eine Waffe auf sie gerichtet werde. In solchen Situationen stehe die Gefahrenabwehr im Vordergrund; die Beamtinnen und Beamten hätten nach eigener Darstellung verhältnismäßig gehandelt, um Unbeteiligte zu schützen und die Lage rasch zu stabilisieren.

Rechtlich kann das öffentliche Mitführen oder Vorzeigen einer Anscheinswaffe ordnungs- und strafrechtliche Folgen haben, etwa wenn dadurch Einsätze ausgelöst, Menschen gefährdet oder Kosten verursacht werden. Welche konkreten Tatvorwürfe in diesem Fall in Betracht kommen, prüft die Polizei. Angaben zu möglichen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen des Betreibers des Ring-Centers oder der Stadt Braunschweig lagen zunächst nicht vor.

Der Vorfall unterstreicht die Herausforderung, in belebten Umgebungen wie einem Einkaufszentrum schnell zwischen echter und nachgebildeter Bewaffnung zu unterscheiden. Für die Polizei Braunschweig gilt dabei der Grundsatz, Bedrohungen unmittelbar zu stoppen und anschließend die Einordnung der Mittel zu klären. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf am Berliner Platz sowie zu der sichergestellten Maschinengewehr-Attrappe dauern an. Weitere Auskünfte kündigte die Polizeiinspektion Braunschweig mit Blick auf den Fortgang der Ermittlungen an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen