Ein 67-jähriger Mann hat am Donnerstag, 16. Oktober 2026, in Gammertingen-Bronnen (Landkreis Sigmaringen) Teile einer mobilen Geschwindigkeitsmessanlage abmontiert und in sein Auto geladen. Zwei Mitarbeiter des Landkreises führten zu diesem Zeitpunkt Messungen in beide Fahrtrichtungen durch und forderten den Mann laut Polizeipräsidium Ravensburg auf, die Anlage nicht anzutasten. Der 67-Jährige setzte sein Vorgehen dennoch fort und entfernte mehrere Bauteile der mobilen Geschwindigkeitsmessanlage.
Die Polizei wurde unmittelbar alarmiert und konnte das Fahrzeug des Verdächtigen noch am selben Tag anhalten. Die entnommenen Komponenten wurden sichergestellt und an das Messpersonal zurückgegeben. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls eingeleitet. Angaben zu einem möglichen Motiv oder dazu, ob der Mann zuvor gemessen worden war, machten die Ermittler nicht. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Der Vorfall unterbrach den Messbetrieb an der Einsatzstelle. Technisch erfordert ein solcher Eingriff in der Regel Prüfungen und gegebenenfalls Kalibrierungsarbeiten, bevor die Anlage wieder rechtssicher betrieben werden kann. Die betroffene Messstelle wurde laut Polizei zunächst außer Betrieb genommen, bis die Sicherstellung der Bauteile und weitere Maßnahmen geklärt waren.
Mobile Geschwindigkeitsmessanlagen werden im Landkreis Sigmaringen wie in anderen Teilen von Baden-Württemberg von Kommunen oder Landkreisen flexibel an Unfall- und Gefahrenpunkten eingesetzt. Sie sollen die Einhaltung von Tempolimits kontrollieren und so die Verkehrssicherheit in Ortsdurchfahrten und an sensiblen Stellen erhöhen. Eingriffe in laufende Messungen können nicht nur die Auswertung behindern, sondern bergen auch die Gefahr, Geräte zu beschädigen. Rechtlich ist zwischen Sachbeschädigung und Diebstahl zu unterscheiden; hier prüfen die Ermittler den Tatvorwurf des Diebstahls, weil Bauteile entfernt und weggebracht wurden.
Die Polizei veröffentlichte am 16. Oktober eine entsprechende Mitteilung und bestätigte Sicherstellung und Rückgabe der Komponenten an die Mitarbeiter des Landkreises. Lokale Medien berichteten übereinstimmend über den Einsatz in Gammertingen-Bronnen. Weitere Details, etwa zur genauen Örtlichkeit innerhalb des Ortsteils oder zu einem Tatablauf vor der Demontage, lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor.
Der Fall richtet den Blick auf die Einsatzpraxis mobiler Messstellen. Kommunen müssen nach derartigen Vorfällen abwägen, ob Standorte, Sicherungen oder Abläufe angepasst werden, um Technik und Personal bei künftigen Kontrollen besser zu schützen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).