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88-Jähriger fährt mit Elektrorollstuhl auf A66 bei Wiesbaden – Polizei stoppt ihn

Ein 88-Jähriger geriet bei Erbenheim mit einem elektrischen Krankenrollstuhl auf die A66. Ein Autofahrer sicherte ihn bis zur Anschlussstelle, die Polizeiautobahnstation Wiesbaden brachte den Mann in Sicherheit.

Wiesbaden–Erbenheim: Ein 88-jähriger Mann ist am Donnerstagabend, 24. September 2026, mit einem elektrischen Krankenrollstuhl auf die Autobahn A66 geraten. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westhessen fuhr er gegen 18:15 Uhr von der B455 über die Anschlussstelle Erbenheim auf die A66 in Richtung Frankfurt. Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten den Vorfall per Notruf.

Ein Autofahrer schirmte den Senior mit seinem Fahrzeug ab und begleitete ihn bis zur Aral Tankstelle an der Anschlussstelle. Dort übernahm eine Streife der Polizeiautobahnstation Wiesbaden, nahm den Mann und seinen Rollstuhl von der Fahrbahn und brachte ihn in Sicherheit. Verletzt wurde niemand; Sachschäden traten nicht auf. Der Einsatz wurde vor Ort beendet.

Die Polizei teilte mit, der Mann habe einen orientierten Eindruck gemacht und angegeben, sich verfahren zu haben. Hinweise auf eine medizinische Notlage lagen demnach nicht vor. Die Beamten informierten, dass es sich um eine Gefahrenlage gehandelt habe, die rasch beendet wurde. Weitere Ermittlungen zu möglichen Ordnungswidrigkeiten wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Autobahnen sind nach Straßenverkehrs-Ordnung grundsätzlich Kraftfahrzeugen vorbehalten, die bauartbedingt mindestens 60 Kilometer pro Stunde fahren können. Mobilitätshilfen wie Elektrorollstühle erfüllen diese Voraussetzung nicht und dürfen Autobahnen daher nicht benutzen. Solche Situationen sind wegen der hohen Geschwindigkeitsdifferenzen besonders riskant; schon das Befahren des Beschleunigungsstreifens oder des Standstreifens stellt eine erhebliche Gefahr dar.

Das Polizeipräsidium Westhessen dankte den anhaltenden Verkehrsteilnehmern für umsichtiges Verhalten. Der begleitende Autofahrer trug laut Polizeiangaben maßgeblich dazu bei, die Gefahr bis zum Eintreffen der Streife zu mindern. Über Sperrungen oder größere Verkehrsbehinderungen lagen keine Informationen vor.

Regionale Medien wie die Hessenschau berichteten am Freitag über den Einsatz und stellten den geschilderten Ablauf übereinstimmend mit der Polizeimeldung dar. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend und ist damit zeitnah dokumentiert. Eine Suche nach Angehörigen oder Betreuern war nach Behördenangaben nicht Teil des Einsatzes; der Schwerpunkt lag auf der Gefahrenabwehr und der sicheren Rückführung des Mannes an einen geschützten Ort.

Das Polizeipräsidium Westhessen weist in vergleichbaren Fällen regelmäßig darauf hin, bei ungewöhnlichen Beobachtungen im Straßenverkehr umgehend den Notruf zu wählen und ausreichenden Abstand zu halten. Eigene Riskien sollten vermieden werden; das Absichern der Gefahrenstelle übernehmen Polizei und Rettungsdienste.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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