Berlin, 18. September 2026 – Die AfD Berlin tritt bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 erneut mit Kristin Brinker als Spitzenkandidatin an. Die Landesliste wird von ihr angeführt. Brinker bewirbt sich damit indirekt um das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, das in Berlin nach der Wahl durch das Abgeordnetenhaus bestimmt wird.
Die Nominierung ist seit Monaten parteiintern beschlossen und wird von der AfD mit Schwerpunkten in der Wohnungs- und Innenpolitik flankiert. Auftritte sowie Bürgerdialoge in mehreren Bezirken dokumentiert der Landesverband öffentlich. Porträts und Berichte über den Wahlkampf zeichnen Brinker als erfahrene Landespolitikerin, die ihre Partei zum dritten Mal in einen Berliner Wahlgang führt.
Nach übereinstimmenden Medienberichten kann die AfD Berlin laut aktuellen Umfragen mit Zuwächsen rechnen. Zugleich sehen politische Analysen für die Partei keine realistische Regierungsoption: SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP bekräftigen in Berlin Koalitionsausschlüsse gegenüber der AfD. Diese Festlegungen begründen die Parteispitzen mit inhaltlichen und demokratietheoretischen Vorbehalten; die AfD weist die Kritik zurück.
Faktisch zielt die Strategie der AfD damit vor allem auf eine stärkere Fraktion im Abgeordnetenhaus und erhöhten Einfluss in Ausschüssen und Plenardebatten. Welche Mehrheiten sich daraus ergeben, entscheidet sich erst am Wahlabend. Möglich wären je nach Ergebnis erneute Zweierbündnisse, Dreierbündnisse oder – falls rechnerisch erforderlich – Minderheitskonstellationen anderer Parteien. Aussagen über künftige Senatsbildungen bleiben Spekulation, solange die Stimmanteile offen sind.
Brinkers wiederholte Spitzenkandidatur markiert den Versuch der AfD, ihre Position in Berlin zu verstetigen. Der Landesverband stellt hierfür personelle Kontinuität und eigene Themenschwerpunkte heraus. Die übrigen demokratischen Parteien setzen im Gegenentwurf auf das klare Abgrenzungssignal und richten ihren Wahlkampf auf Alternativen in Bereichen wie bezahlbares Wohnen, Sicherheit und Verkehr aus.
Die Angaben zu Nominierung, Rollenverständnis im Berliner Regierungssystem und zu Koalitionsausschlüssen stützen sich auf öffentliche Mitteilungen der AfD Berlin sowie auf aktuelle Berichte etablierter Medien. Einschätzungen zu möglichen Mehrheiten und Regierungsbildungen sind als Prognosen zu verstehen und hängen vom Wahlausgang am 20. September 2026 ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).