Kurzmeldung
In Bad Klosterlausnitz (Saale‑Holzland‑Kreis, Thüringen) ist eine Agri‑Photovoltaik‑Anlage in Betrieb gegangen. Betreiberin ist die TEAG Solar; nach Angaben von TEAG und berichtenden Medien handelt es sich um die bislang größte kommerzielle Anlage dieser Art in Thüringen. Die Anlage wurde auf einer ehemaligen militärisch genutzten Fläche errichtet, auf der zuvor Kampfmittelräumungen erfolgten. Auf einer Fläche von rund 6,4 bis sieben Hektar wurden etwa 12.000 Solarmodule installiert; die Nennleistung liegt bei 6,9 Megawatt Peak. Die Module sind hochaufgeständert, die Traghöhe beträgt nach Unternehmensangaben rund 3,10 Meter, so dass unter den Reihen weiterhin landwirtschaftliche Maschinen eingesetzt werden können.
Kernidee der Anlage ist die doppelte Nutzung von Fläche für Photovoltaik und Landwirtschaft: Unter den Modulreihen sind Flächen für Beerenanbau vorgesehen, konkret planen die beteiligten Landwirte kultivierte Beerensträucher wie Heidelbeeren oder Aroniabeeren. TEAG Solar nennt als Ziele eine höhere Flächeneffizienz, regionale Wertschöpfung und eine zusätzliche Einkommensquelle für landwirtschaftliche Betriebe. Die erzeugte elektrische Energie soll in das regionale Verteilnetz eingespeist werden; zu konkreten Abnahmeverträgen und Förderkonditionen machten die veröffentlichten Meldungen keine detaillierten Angaben.
Hintergrund: Agri‑Photovoltaik beziehungsweise Agrivoltaik wird in Deutschland intensiver diskutiert, weil sie einerseits zur Energiewende beitragen kann, andererseits Fragen zu Flächennutzung, Landschaftsbild, Naturschutz und langfristiger Bodenverträglichkeit aufwirft. In diesem Projekt wurde die Planung öffentlich begleitet; zuständige Behörden und Beteiligte werden die technischen und ökologischen Erfahrungen der kommenden Betriebsjahre prüfen. Entscheidend für die Übertragbarkeit des Modells auf andere Standorte sind konkrete Ernte‑ und Energieerträge, Auswirkungen auf Boden und Biodiversität sowie wirtschaftliche Kennzahlen.
Die hier wiedergegebenen Sachverhalte stützen sich auf die Unternehmensangaben der TEAG Solar sowie auf Berichte von regionalen öffentlich‑rechtlichen Medien. Entscheidungen über Erweiterung oder Nachfolgeprojekte liegen bei Betreiber, Landwirtinnen und Landwirten sowie den örtlichen Behörden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).