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Alstom liefert neue Doppelstockzüge in Deutschland erst ab 2028

Der Schienenhersteller Alstom verschiebt die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge. Statt Ende 2026 sollen die ersten Fahrzeuge nun 2028 in deutschen Netzen starten.

Kurzmeldung

Alstom verschiebt die Auslieferung neuer doppelstöckiger Regionalzüge für Deutschland auf 2028. Das teilte der Hersteller im Oktober 2026 mit. Ursprünglich war eine schrittweise Inbetriebnahme ab Dezember 2026 vorgesehen.

Betroffen sind Bestellungen mehrerer Aufgabenträger. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen bestätigte, dass die 34 für das Expresskreuz Bremen/Niedersachsen vorgesehenen Züge nun erst 2028 in den Betrieb gehen können. Auch Baden-Württemberg rechnet mit späteren Einsätzen und forderte Alstom auf, sämtliche erforderlichen Ressourcen zu mobilisieren, um die Fahrzeuge zügig in den Fahrgastbetrieb zu bringen. In norddeutschen Netzen, darunter Verkehre in Niedersachsen und Bremen, sollen bestehende Ersatzkonzepte verlängert werden.

Als Hauptgründe nannte Alstom einen erhöhten Zeitbedarf für die Zulassung und die Serieneinführung der Fahrzeugfamilie Coradia Max. Die Züge sind in mehreren Losen für unterschiedliche Netze des deutschen Regionalverkehrs bestellt worden. Die Verantwortlichkeiten für Zulassung, Produktion und Qualitätssicherung lägen weiterhin beim Hersteller und den eingebundenen Partnern; ein neuer, detaillierter Roll-out-Plan wird von Auftraggebern und Unternehmen abgestimmt.

Für Fahrgäste bedeutet die Verzögerung, dass geplante Angebotsausweitungen und Fahrzeugwechsel zunächst ausbleiben. Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger prüfen, wie der Betrieb bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme 2028 gesichert werden kann. Vorgesehen sind insbesondere eine längere Nutzung vorhandener Fahrzeugflotten, zusätzliche Instandhaltungskapazitäten sowie die Verlängerung von Ersatzverträgen mit anderen Fahrzeugtypen. Welche Linien im Fahrplanwechsel Dezember 2026 konkret mit Ersatzfahrzeugen bedient werden, wird regional festgelegt.

Die Verschiebung reiht sich in eine Serie späterer Liefer- und Zulassungstermine bei Neubeschaffungen im deutschen Regionalverkehr ein. Bereits in den vergangenen Monaten hatten mehrere Projekte ihre Zeitpläne angepasst. Auftraggeber und Verbünde verweisen darauf, dass verlässliche Zulassungen und ein stabiler Serienanlauf Vorrang vor einer zu frühen Inbetriebnahme haben. Finanzielle Folgen, etwa durch Vertragsstrafen oder Mehrkosten im Ersatzbetrieb, wurden bisher nicht beziffert.

Der neue Zeitplan ist von Alstom sowie von betroffenen Institutionen in Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg bestätigt worden. Weitere Abstimmungen zu Übergangskonzepten und zur eng getakteten Zulassungsarbeit sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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