Kurzmeldung
Alstom verschiebt die Auslieferung der für den Nordwesten bestellten Regionalzüge erneut: Die 34 Doppelstocktriebzüge des Typs Coradia Max für das Expresskreuz Bremen-Niedersachsen sollen nun erst 2028 in Betrieb gehen. Das bestätigten am 8. Oktober Landesstellen und Medienberichte übereinstimmend; ursprünglich war der Start zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 geplant. Es ist die siebte bekannte Terminverschiebung.
Die Fahrzeuge wurden von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen für den Einsatz auf den Linien RE1, RE8 und RE9 beschafft. Geplant ist, die stark frequentierten Relationen im Raum Bremen und Niedersachsen zu modernisieren und mehr Kapazität bereitzustellen. Nach Angaben aus den beteiligten Häusern verzögert sich das Projekt weiter wegen anhaltender Lieferkettenprobleme sowie zusätzlicher Hürden im Produktions- und Zulassungsprozess. Eine detaillierte neue Rollout- und Zulassungsplanung liegt öffentlich nicht vor.
Die LNVG und DB Regio setzen den bereits etablierten Ersatzbetrieb fort. Vorgesehen sind verlängerte Züge sowie Leih- und Ersatzfahrzeuge, um die Nachfrage zu Spitzenzeiten möglichst abzudecken. Die Übergangskonzepte hatte die LNVG in diesem Jahr konkretisiert; sie sollen Engpässe abmildern, können die neuen Doppelstocktriebzüge jedoch nicht gleichwertig ersetzen. Für Fahrgäste bedeutet dies weiterhin vollere Züge und eingeschränkten Komfort auf den betroffenen Linien.
Finanziell und organisatorisch steigen für die Aufgabenträger und Betreiber der Aufwand und voraussichtlich auch die Kosten, etwa für Mietfahrzeuge und zusätzliche Instandhaltung. Aus früheren Stellungnahmen geht hervor, dass die LNVG Vertragsverstöße dokumentiert hat und mögliche Ansprüche gegenüber dem Hersteller prüft. Von beschlossenen rechtlichen Schritten ist in den vorliegenden Berichten nicht die Rede.
Alstom hat die jüngste Verschiebung gegenüber Medien und Auftraggebern bestätigt. Konkrete Termine für die stufenweise Inbetriebnahme ab 2028 sowie für die einzelnen Zulassungsabschnitte bleiben offen. Weitere Informationen werden von Alstom, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und DB Regio erwartet. Bis dahin bleibt das Expresskreuz Bremen-Niedersachsen auf Provisorien angewiesen, während die Projektpartner den Fahrplan stabilisieren und die Kapazitäten im Regionalverkehr bestmöglich sichern wollen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).