Aktuell

Alzey: Neue Gesamtschule startet 2027 – Bau soll rund 44 Millionen Euro kosten

Die Schulaufsicht hat die Integrierte Gesamtschule in Alzey zum Schuljahr 2027/28 genehmigt. Der Kreis Alzey-Worms plant einen Neubau auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Realschule plus; veranschlagt sind rund 44 Millionen Euro.

Die Schulaufsicht hat die Gründung einer Integrierten Gesamtschule in Alzey zum Schuljahr 2027/28 genehmigt. Der Kreis Alzey-Worms will die vierzügige Schule ab Klassenstufe 5 schrittweise aufbauen und mittelfristig in einen Neubau auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Realschule plus und der Fachoberschule verlagern. Bis zur Fertigstellung soll der Unterricht in vorhandenen Räumen starten. Die Kreisverwaltung beziffert die voraussichtlichen Baukosten derzeit mit rund 44 Millionen Euro; es handelt sich um eine Schätzung im Planungsstand, die in den anstehenden Haushaltsberatungen angepasst werden kann.

Auslöser der Neugründung ist der anhaltend hohe Zulauf an den beiden Alzeyer Gymnasien. Sowohl das Elisabeth-Langgässer-Gymnasium als auch das Gymnasium am Römerkastell meldeten in den vergangenen Jahren regelmäßig mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Mit der zusätzlichen Schulform will der Schulträger kurzfristig Entlastung schaffen und zugleich seine langfristige Schulentwicklungsplanung umsetzen.

Pädagogisch ist die neue Integrierte Gesamtschule mit offenen Lern- und Teamräumen angelegt. Nach Angaben der Planungsgruppe wächst die Schule jahrgangsweise: Zum Start 2027/28 sind vier fünfte Klassen vorgesehen, weitere Jahrgänge folgen sukzessive. Über Profilbausteine und Aufnahmeverfahren will der Kreis in Abstimmung mit Elternvertretungen und der Schulaufsicht in den kommenden Monaten entscheiden.

Für die Umsetzung stehen mehrere formale Schritte an. Der Kreistag muss über den konkreten Bau und die endgültige Mittelbindung entscheiden. Termine für Baubeginn und Vergaben nennt die Verwaltung erst nach Abschluss der Gremienberatungen. Die Fertigstellung des Neubaus wird derzeit für 2029 avisiert; dies ist abhängig vom Planungsfortschritt, vom Genehmigungsverfahren und von Baupreisen.

Landrat Heiko Sippel ordnet das Projekt als Teil eines regionalen Gesamtkonzepts ein. Parallel prüft der Kreis Alzey-Worms Erweiterungen bestehender Integrierter Gesamtschulen im Umland, um das Angebot an Plätzen insgesamt auszubauen. Welche Maßnahmen zuerst realisiert werden, hängt nach Angaben der Verwaltung von Bedarfslagen, Standortfragen und Finanzierbarkeit ab.

Faktisch ist mit der Genehmigung durch die Schulaufsicht der Start der Schule im Schuljahr 2027/28 gesichert. Offen bleiben die endgültigen Kosten, der genaue Bauzeitplan und Details des pädagogischen Profils. Klar ist hingegen, dass Alzey mit der neuen Schulform zusätzliche Aufnahmekapazitäten im weiterführenden Bereich erhält und damit den Druck auf die bestehenden Standorte mindern kann.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk