Aktuell

Arztpraxen überlastet: So kommen Patientinnen und Patienten schneller an Termine

Aktueller Anlass sind Berichte von SWR Aktuell am 8. Oktober 2026: Viele Praxen melden Aufnahmestopps und lange Wartezeiten. Was jetzt hilft – von 116117 bis Terminservicestelle.

Viele Hausarztpraxen und Facharztpraxen in Deutschland melden volle Terminpläne, Aufnahmestopps und längere Wartezeiten. Darauf verweisen aktuelle Recherchen von SWR Aktuell vom 8. Oktober 2026. Betroffen sind sowohl städtische als auch ländliche Regionen, mit teils deutlichen Unterschieden je nach Fachgebiet und Bundesland.

Für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden verweist der ärztliche Bereitschaftsdienst auf die 116117; über die zugehörige App und Website lassen sich Bereitschaftspraxen und Öffnungszeiten finden. In Notfällen gilt weiterhin die 112. Die Terminservicestelle der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung vermittelt zudem Hausarzt-, Facharzt– und Psychotherapeutentermine. Für Facharzttermine ist in der Regel eine Überweisung mit Dringlichkeitscode erforderlich; die Stelle nennt dann einen Termin innerhalb vorgegebener Fristen, allerdings nicht immer in unmittelbarer Nähe.

Digitale Plattformen wie Doctolib ermöglichen regionale Suchen und Onlinebuchungen. Branchenberichte zeigen jedoch, dass verfügbare Slots oft schnell vergeben sind und die Lage regional variiert. Praktisch bewährt sich ein abgestuftes Vorgehen: zunächst die eigene Hausarztpraxis kontaktieren (telefonisch oder online), parallel über die Terminservicestelle einen Facharzttermin anfragen, gegebenenfalls alternative Praxen in benachbarten Regionen prüfen und bei akuten Problemen den Bereitschaftsdienst 116117 nutzen. Krankenhäuser bieten teils ambulante Sprechstunden an; deren Verfügbarkeit ist regional unterschiedlich und sollte vorab erfragt werden.

Das Bundesgesundheitsministerium betont die freie Arztwahl und informiert zu Wegen in die hausärztliche Versorgung. Gleichwohl bleibt der Zugang vielerorts erschwert. Gründe sind demografische Veränderungen mit mehr älteren und chronisch erkrankten Menschen, eine im Verhältnis geringere Zahl an niedergelassenen Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern sowie Niederlassungshemmnisse in ländlichen Räumen. Medienberichte und Kassenanalysen verweisen zudem auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Organisationsfragen in Praxen. In Baden-Württemberg etwa ist die Hausarztversorgung laut regionalen Erhebungen unterdurchschnittlich, während andere Länder weniger stark betroffen sind.

Politische Maßnahmen reichen von Landarztprogrammen über Weiterbildungsoffensiven bis zur Diskussion über Delegation und Digitalisierung. Ob diese Schritte kurzfristig Wartezeiten spürbar senken, ist offen. Für Patienten zählt daher vor allem das strukturierte Vorgehen über Hausarztpraxis, 116117 und Terminservicestelle. Ergänzend können etablierte digitale Suchdienste wie Doctolib helfen, freie Termine zu identifizieren. Die Tagesschau und regionale Sender wie SWR Aktuell berichten fortlaufend über Engpässe, regionale Unterschiede und neue Initiativen.

Zitate, Bewertungen und Prognosen sind zu trennen: Während Patientinnen und Patienten die Engpässe flächendeckend schildern, liegen belastbare, bundesweit einheitliche Kurzfristprognosen nicht vor. Klar ist: Der Zugang zur ambulanten Versorgung bleibt eine strukturelle Aufgabe, die über Einzelfälle hinausreicht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk