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Aussagen von Michael Stoschek schüren erneut Sorge um Brose-Werk Würzburg

Nach neuen Äußerungen von Brose-Gesellschafter Michael Stoschek wächst am 30. Oktober 2026 die Unruhe im Werk Würzburg. Betriebsrat und IG Metall fordern Klarheit über die Zeit nach der bis Ende 2030 geltenden Standortvereinbarung.

Neue öffentliche Aussagen von Brose-Gesellschafter Michael Stoschek haben am 30. Oktober 2026 in Würzburg erneut Besorgnis über die Zukunft des dortigen Werks ausgelöst. Laut Berichten von BR24 und Main-Post steht die Möglichkeit einer Verlagerung nach Auslaufen der geltenden Standortvereinbarung im Raum. Betriebsrat und Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) beriefen kurzfristig eine Versammlung ein und verlangten eine schriftliche Bestätigung der Unternehmensleitung, wie es nach 2030 weitergehen soll.

Das Unternehmen hat am Donnerstag keine neuen Entscheidungen zu Schließung oder Verlagerung bestätigt. Aus der Brose-Unternehmenskommunikation heißt es seit längerem, die langfristige Struktur der fränkischen Standorte werde fortlaufend geprüft. Konkrete Zusagen über den 31. Dezember 2030 hinaus liegen jedoch nicht vor. Damit bleibt die Lage für die Beschäftigten vorerst unklar, gesichert ist lediglich die bestehende Vereinbarung bis Ende 2030.

Hintergrund ist ein Konflikt, der seit 2025 schwelt. Damals hatte Brose Überlegungen zur Schließung des Werks in Würzburg öffentlich gemacht. Nach Protesten und Verhandlungen mit Betriebsrat und IG Metall einigte man sich auf eine Standortsicherung bis zum 31. Dezember 2030. Diese Zusage war die Basis für eine vorläufige Befriedung. Neue Aussagen Stoscheks, die von lokalen Medien aufgegriffen wurden, führten nun zu vermehrten Anfragen aus der Belegschaft.

Der Betriebsrat in Würzburg verweist darauf, dass bereits Formulierungen über eine mögliche „Verlagerung nach Auslaufen der Standortvereinbarung“ verunsicherten. IG Metall und Betriebsrat fordern darum kurzfristig ein Gespräch mit der Geschäftsführung sowie ein datiertes, schriftliches Bekenntnis zur Produktion am Main oder, falls Umstrukturierungen geplant sind, einen belastbaren Plan zur Beschäftigungssicherung.

Brose hatte in früheren Stellungnahmen angekündigt, strategische Schwerpunkte an den fränkischen Standorten zu bündeln. Genannt wurden dabei wiederholt Coburg und Bamberg beziehungsweise Hallstadt. Welche Folgen dies für Würzburg nach 2030 hätte, ist offen. Die Unternehmensführung betont, Entscheidungen würden nicht voreilig getroffen; gleichzeitig verweist sie auf Kostendruck und notwendige Anpassungen entlang der Produkt- und Marktstrategie.

Für Stadt und Region hätte eine Verlagerung spürbare wirtschaftliche Folgen. Kommunalpolitik und Gewerkschaften signalisieren Bereitschaft, in Lösungen zu investieren, sofern das Unternehmen Perspektiven für Würzburg konkretisiert. Bis zu einer klaren, schriftlichen Erklärung der Geschäftsführung bleibt die Deutung der jüngsten Aussagen umstritten: Faktisch gilt die Standortvereinbarung fort, über die Zeit danach gibt es bislang keine Entscheidung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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