Das Auswärtige Amt hat den tödlichen Angriff auf eine griechisch-orthodoxe Kirche in der jordanischen Provinz Karak scharf verurteilt und sein Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer ausgedrückt. In einer Erklärung, die am 23. Oktober auf X veröffentlicht wurde, bezog sich das Ministerium auf den Vorfall während einer Trauerfeier, bei dem nach Angaben der Behörden sieben Menschen getötet und 34 verletzt wurden.
Nach Auskunft der jordanischen Sicherheitsbehörden eröffneten Bewaffnete während der Zeremonie das Feuer. Die Public Security Directorate stufte die Tat als terroristisch ein und leitete umfassende Ermittlungen ein. Der Generalstaatsanwalt in Amman verhängte eine vorläufige Veröffentlichungssperre für Details aus dem Verfahren, um die Ermittlungsarbeit nicht zu gefährden. Am Abend des 23. Oktober informierten der Innenminister und die Leitung der Public Security Directorate in Karak über den Stand der Untersuchungen.
König Abdullah II. verurteilte den Angriff und ordnete drei Tage Staatstrauer an. Staatliche und religiöse Institutionen riefen zur Einheit auf und warnten vor dem Missbrauch der Tat zur Anheizung konfessioneller Spannungen. Offizielle Stellen baten die Bevölkerung, auf die Weitergabe unbestätigter Informationen zu verzichten.
Das Auswärtige Amt betonte den Schutz von Gotteshäusern und religiösen Versammlungen als grundlegendes Prinzip und sprach Jordanien Unterstützung bei Ermittlungen und Strafverfolgung zu. Konkrete neue Maßnahmen der deutschen Außen- oder Sicherheitspolitik kündigte das Ministerium nicht an. Deutschland verfolge die Entwicklungen aufmerksam, hieß es weiter.
Die Lageeinschätzung der jordanischen Behörden gilt als maßgeblich für die Zahl der Opfer und den Tatablauf; unabhängige Bestätigungen liegen im Wesentlichen mit diesen Angaben im Einklang. Zu Tätern, Motiv und möglicher organisatorischer Einbindung machten die Behörden zunächst keine belastbaren Angaben. Aussagen über Hintergründe bleiben daher vorerst Spekulation und werden von den Ermittlern nicht bestätigt.
Karak liegt südlich von Amman und hat eine historisch gewachsene christliche Minderheit. Anschläge auf Kirchen sind in Jordanien selten, führen jedoch regelmäßig zu verschärften Sicherheitsdebatten. Die Ermittlungen dauern an; zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in der Region wurden angekündigt. Das Auswärtige Amt und der Deutschlandfunk berichteten am Freitag entsprechend über die Reaktion der Bundesregierung und den Stand der Informationen aus Jordanien.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).