In Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) ist am Abend des 27. Oktober 2026 ein Auto nach Angaben der Polizei mehrfach gezielt in Menschengruppen gefahren. Mindestens fünf Personen wurden verletzt. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich um den Tatort, stellten den Tatwagen sicher und erhöhten die Präsenz in der Stadt sowie an den Wohnorten beteiligter Familien. Die Nacht zu Mittwoch, 28. Oktober, verlief nach Behördenangaben ruhig.
Augenzeugen schilderten die Situation als sehr dramatisch. Videoaufnahmen zeigen demnach, wie der Wagen zunächst in eine Gruppe steuert, zurücksetzt und erneut auf Personen zufährt. Nach dem ersten Vorfall soll es zu einer weiteren Attacke gekommen sein, die durch zufällig anwesende Polizeikräfte mit Schüssen „mehr oder weniger“ unterbunden worden sei. Ob Personen durch die Schüsse verletzt wurden, ließ die Polizei offen. Auch zur Schwere der Verletzungen der Opfer machte sie zunächst keine Angaben.
Drei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Zu Alter, Nationalität oder konkreten Tatvorwürfen äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass Täter und Opfer einander kannten. Zudem gibt es Hinweise auf ein Umfeld verfeindeter Großfamilien. Ein politisches Motiv wurde nicht genannt. Spurensicherung und Auswertung der Videoaufnahmen laufen, ebenso die Rekonstruktion des genauen Ablaufs.
Die Behörden kündigten an, besonders gefährdete Bereiche in Neustadt am Rübenberge vorübergehend verstärkt zu schützen. Zugleich wird der Einsatz von Schusswaffen durch Polizeikräfte intern und staatsanwaltschaftlich geprüft. Aussagen zu einem möglichen Haftbefehl, zu Tatmitteln über den Tatwagen hinaus oder zu einer Einordnung der Tat im Strafrecht blieben am Mittwochvormittag offen.
Nach derzeitigem Stand deuten die Ermittlungen auf einen lokal begrenzten Konflikt hin. Die Polizei betonte, es gebe keine Hinweise auf eine darüber hinausgehende Gefährdung der Allgemeinheit in der Region Hannover. Weitere Informationen wollen die Behörden nach Auswertung der gesicherten Spuren und der Befragungen von Zeugen mitteilen.
Zeit und Ort des Geschehens, die Zahl der Verletzten und die Festnahmen beruhen auf übereinstimmenden Angaben der Polizei und auf überprüften Augenzeugenberichten. Die Hintergründe, die genaue Motivlage und mögliche rechtliche Konsequenzen sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).