Aktuell

Autotransporter erfasst Lkw-Fahrer bei Panne auf A28 – Mann stirbt

Bei Delmenhorst ist ein 66-jähriger Lkw-Fahrer nach einer Panne auf der Autobahn 28 tödlich verunglückt. Ein Autotransporter prallte seitlich in seinen Sattelzug; die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Ein 66 Jahre alter Lkw-Fahrer ist am 10. September 2026 auf der Autobahn 28 bei Delmenhorst tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch hielt der Mann am Abend wegen eines technischen Defekts mit seinem Sattelzug auf dem Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Adelheide und Deichhorst. Er verließ das Fahrzeug. Kurz darauf kam ein Autotransporter nach rechts von der Fahrspur ab und prallte seitlich in den stehenden Sattelzug. Der 66-Jährige wurde erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Eine Notärztin stellte den Tod fest.

Der 45 Jahre alte Fahrer des Autotransporters wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Nach bisherigem Stand blieb er unverletzt. Die Autobahnpolizei sperrte die Richtungsfahrbahn Oldenburg in der Nacht zur Unfallaufnahme und zur technischen Rekonstruktion des Hergangs. Angaben zur Dauer der Sperrung machten die Behörden zunächst nicht.

Die Ermittler haben ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Zu möglichen Ursachen nannten sie zunächst keine abschließende Bewertung. Offen ist, ob ein technischer Defekt am Autotransporter, Ablenkung oder ein Fahrfehler zu dem Abkommen von der Fahrspur geführt haben könnte. Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss der Beteiligten lagen den Beamten nach den ersten Mitteilungen nicht vor; entsprechende Untersuchungen kündigten sie an.

Der Unfall reiht sich in Fälle ein, bei denen stehende Fahrzeuge auf dem Standstreifen von nachfolgenden Fahrzeugen erfasst werden. Einsatzkräfte betonen seit Langem, dass sich Personen auf Autobahnen nur in zwingenden Ausnahmefällen außerhalb des Fahrzeugs aufhalten sollten. Sofern dies unvermeidbar ist, gelten Warnblinkanlage, Warnweste und die Absicherung mit Warndreieck als Mindestmaßnahmen – stets unter Beachtung der eigenen Sicherheit. Konkrete Konsequenzen für Infrastruktur oder Verkehrsführung leiten sich aus dem vorliegenden Fall noch nicht ab; darüber kann erst nach Abschluss der Ermittlungen und einer möglichen Auswertung durch eine Unfallkommission ausgestaltet entschieden werden.

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die den Unfallhergang zwischen Adelheide und Deichhorst beobachtet haben, um Hinweise. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu den technischen Rahmenbedingungen der Kollision dauern an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels