Die Deutsche Bahn hat am 29. September 2026 die Korridorsanierung der Verbindung Hannover–Berlin gestartet. Nach Angaben von DB InfraGO und der Region Hannover sind die Arbeiten auf rund 14 Monate angelegt und betreffen die Schnellfahrstrecke sowie Teile der Lehrter Stammbahn. In mehreren Bauphasen kommt es zu Sperrungen und Umleitungen. Für Reisende im Fernverkehr verlängern sich die Fahrzeiten deutlich, im Regionalverkehr greifen Ersatzkonzepte mit Bussen und angepassten Takten.
Kernmaßnahmen sind die Erneuerung der festen Fahrbahn, die Modernisierung der Fahrleitungsanlagen und punktuelle Arbeiten an Weichen und Signaltechnik. Für den Abschnitt zwischen Lehrte und Berlin hat die Deutsche Bahn zeitweise Totalsperrungen angekündigt. In diesen Zeiträumen werden Fernzüge großräumig über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Die Bahn rechnet auf der Relation Hannover–Berlin je nach Verbindung mit 60 bis 80 Minuten zusätzlicher Fahrzeit.
Im Nahverkehr werden stark betroffene Abschnitte durch Busse überbrückt, andere Linien reduzieren ihr Angebot. Die Region Hannover verweist auf abgestimmte Ersatzverkehre und bittet Pendlerinnen und Pendler, vor der Fahrt Verbindungen zu prüfen. Auch die Stadt Hannover bereitet Umleitungsstrecken mit zusätzlichen Instandhaltungsarbeiten auf eine höhere Belastung vor.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 plant DB InfraGO einen abgestuften Betrieb: Vorgesehen sind in der Regel drei Fernzüge pro Richtung innerhalb von zwei Stunden zwischen Hannover und Berlin, ergänzt um einzelne Direktverbindungen. Die Bahn betont, dass die Einschränkungen notwendig seien, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Strecke langfristig zu erhöhen. Konkrete Gesamtkosten und ein Endtermin werden weiterhin nur etappenweise kommuniziert; weitere Details will DB InfraGO nach Baufortschritt veröffentlichen.
Fahrgäste sollen Verbindungen und Anschlüsse kurzfristig im DB Navigator sowie an den bekannten Auskunftsstellen prüfen. Aufgrund der Umleitungen ist auf den Strecken über Braunschweig und Magdeburg mit höherer Auslastung zu rechnen. Regional sind längere Reisezeiten und engere Umstiegsfenster wahrscheinlich, insbesondere während der angekündigten Vollsperrungen.
Die Sanierung folgt dem bundesweiten Programm für stark belastete Korridore. Kurzfristig überwiegen längere Fahrzeiten und ein dichteres Baustellenmanagement. Mittel- bis langfristig zielt die Bahn auf robustere Anlagen und weniger Störungen im Gesamtnetz. Aussagen zu weiteren Bauphasen, zusätzlichen Umleitungsverkehren und möglichen Anpassungen im Regionalverkehr sollen nach aktueller Planung fortlaufend aktualisiert werden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).