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Bau der Carbon LabFactory Sachsen in Boxberg gestartet

In Boxberg im Landkreis Görlitz haben Mitte September 2026 die Bauarbeiten für die Carbon LabFactory Sachsen begonnen. Das Projekt soll eine Pilotlinie für nachhaltige Carbonfasern und deren Weiterverarbeitung aufbauen.

In Boxberg im Landkreis Görlitz haben Mitte September 2026 die Bauarbeiten für die Carbon LabFactory Sachsen begonnen. Das bestätigten die TU Chemnitz und der Medienservice Sachsen. Die Baustelle im Gewerbegebiet Kringelsdorf wird von der Niederlassung Bautzen des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement betreut.

Die Carbon LabFactory Sachsen ist der sächsische Teil der länderübergreifenden Carbon LabFactory Lausitz mit Standorten in Boxberg und Guben. Ziel ist eine zusammenhängende Pilotinfrastruktur, die die gesamte Wertschöpfungskette vom Precursor bis zum fertigen Bauteil im Pilotlinienmaßstab abbildet. In Boxberg sind Anlagen zur Precursor-Herstellung, eine Carbonisierungsstrecke einschließlich einer sogenannten „Black‑Line“-Pilotanlage sowie Einrichtungen zur textilen Weiterverarbeitung und zur Produktion halbzeugartiger Komponenten vorgesehen.

Als zentrale Ziele nennen Betreiber und Forschungspartner die Entwicklung kostengünstigerer und nachhaltiger Carbonfasern sowie deren industrielle Anwendbarkeit. Beteiligt sind unter anderem die TU Chemnitz und das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (Fraunhofer IAP). Nach Angaben der Projektträger stützen zugesagte Fördermittel des Bundes und des Landes Sachsen die Umsetzung. Konkrete Investitionssummen variieren je nach Quelle; sie werden in den vorliegenden Mitteilungen nicht einheitlich ausgewiesen.

Zum Zeitplan nennt die TU Chemnitz eine schrittweise Inbetriebnahme: Einzelne Gebäudeabschnitte sollen demnach bis Ende 2027 fertiggestellt werden; wissenschaftliche Aktivitäten könnten ab 2028 sukzessive starten. Diese Angaben sind Planwerte der Projektträger und können sich im Verlauf des Bau- und Genehmigungsverfahrens ändern.

Für die Lausitz wird dem Vorhaben eine strategische Rolle im Strukturwandel zugeschrieben. Erwartet werden Impulse für Forschung, Technologietransfer und Ansiedlungen entlang der Leichtbau- und Faserverbund-Wertschöpfung. Zugleich verweisen die Beteiligten auf offene Aufgaben bei Infrastruktur, Lieferketten und Genehmigungen, die lokal koordiniert werden müssen.

Die Carbon LabFactory Lausitz verknüpft nach Darstellung der Institutionen die Kompetenzen mehrerer Hochschulen und außeruniversitärer Institute. Während in Boxberg der Schwerpunkt auf der Faserherstellung und frühen Prozessschritten liegt, soll der Standort Guben nach bisheriger Planung nachgelagerte Stufen der Verarbeitung ergänzen. Aussagen zu künftigen Beschäftigungseffekten und regionalwirtschaftlichen Kennzahlen beruhen derzeit auf Prognosen der Projektträger und sind als solche gekennzeichnet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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