Bayern

Bayern nimmt acht neue Polizeihubschrauber H145 in Dienst

Die Hubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei hat in Roth neue Airbus H145 präsentiert. Acht Maschinen sind geplant, Kosten laut Innenministerium rund 145 Millionen Euro.

Die Hubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei hat am 12. Oktober 2026 in Roth ihre neuen Einsatzhubschrauber des Typs Airbus H145 vorgestellt. Nach Angaben des Innenministeriums ersetzt das leistungsstärkere Muster schrittweise die bisherigen EC135. Insgesamt sind acht H145 vorgesehen; die Staatsregierung beziffert die Beschaffungskosten auf rund 145 Millionen Euro. Die Staffel betonte bei der Präsentation den Nutzen für Fahndungen, Vermisstensuchen und den Katastrophenschutz.

Technisch bietet die Airbus H145 laut Innenministerium mehr Reichweite und Nutzlast, moderne Avionik und eine an polizeiliche Lagen angepasste Sensorik, darunter Wärmebild- und Tageslichtkameras. Für den Nachtbetrieb sind Nachrüstungen und angepasste Verfahren vorgesehen. Die Maschinen sind für Fahndungs- und Verfolgungsflüge, die Unterstützung von Großeinsätzen sowie für Such- und Rettungsaufgaben ausgelegt. Die Umstellung auf das neue Muster begann 2024; Schulungen für Besatzungen und Technikpersonal laufen parallel zum Betrieb.

Innenminister Joachim Herrmann hob bei der Präsentation die erweiterte Einsatzbreite hervor. Aussagen, die die H145 als führend einordnen, stammen von der Staatsregierung und vom Hersteller. Unabhängige Bewertungen zur konkreten Einsatzwirksamkeit im bayerischen Alltag liegen bislang nicht in breiter Form vor. Die Bayerische Polizei verweist darauf, dass bereits ein erheblicher Teil der Flüge der Vermisstensuche dient und dass Echtzeitbildübertragung die Führungsfähigkeit am Boden verbessert.

Organisatorisch bleibt die Staffel in Roth für den Norden Bayerns zuständig. Einsätze werden lageabhängig mit den regionalen Dienststellen koordiniert. In überregionalen Lagen ist eine Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und zivilen Rettungsdiensten vorgesehen. Die Landesregierung betont, dass die Beschaffung in eine langfristige Modernisierung der Luftunterstützung eingebettet ist.

Mit den neuen Hubschraubern steigen zugleich die laufenden Aufwendungen für Wartung, Ausbildung und Software-Updates. Das Innenministerium rechnet mit planbaren Folgekosten über den Lebenszyklus; genaue Beträge wurden nicht beziffert. Kritische Punkte betreffen die Verfügbarkeit in Spitzenlagen, die Lärmbelastung an Standorten sowie die Interoperabilität mit bestehenden Leitstellen- und Lageinformationssystemen. Die Regierung sieht darin beherrschbare Themen und verweist auf abgestimmte Verfahren mit Einsatzpartnern. Eine umfassende Auswertung des ersten Betriebsjahres soll Hinweise liefern, ob die angestrebten Effizienz- und Qualitätsgewinne in allen Einsatzarten erreicht werden.

Ministerpräsident Markus Söder hatte die ersten H145 bereits zuvor öffentlich präsentiert; die Staffel setzt die Einführung nun im laufenden Betrieb fort.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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