In Bayern wurden zu Beginn der Grippesaison 2026/27 von den Gesundheitsämtern mehr bestätigte Influenza-Fälle gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete, dass seit dem offiziellen Saisonbeginn am 28. September 2026 bis zum 12.
Oktober 2026 insgesamt 338 Fälle in Bayern registriert worden seien. Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach nutzte die veröffentlichten Zahlen, um zur Grippe-Impfung aufzurufen.\n\nDer Meldestand des LGL bildet die Grundlage für die Einschätzung der Situation in Bayern: Die Zahlen beziehen sich auf übermittelte, meldepflichtige Influenzainfektionen und stellen einen frühen Saisoneinstieg dar, bleiben aber mengenmäßig deutlich unter den Werten typischer Spitzenmonate. Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet in den aktuellen ARE-Wochenberichten von einem landesweiten, aber bislang nur allmählichen Anstieg der Aktivität von Influenzaviren und anderen Atemwegsinfektionen.
Nach Angaben des RKI ist die Aktivität insgesamt noch niedrig und entspricht bislang nicht dem Niveau einer ausgeprägten Grippewelle.\n\nDie bayerische Landesregierung verweist darauf, dass Impfungen insbesondere für ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen empfohlen sind; die Ständige Impfkommission (STIKO) nennt vergleichbare Priorisierungen. Die Ministerin betonte, dass eine rechtzeitige Impfung in der Regel im Herbst erfolgen sollte, damit der Schutz vor erwarteten saisonalen Spitzen wirksam ist.\n\nEpidemiologisch lässt sich aus dem frühen Anstieg bislang nur begrenzt ableiten, ob die Saison 2026/27 stärker ausfallen wird als die vorherige. Entscheidende Indikatoren bleiben die Positivenraten in virologischen Sentinel-Systemen, die Einweisungshäufigkeit in Krankenhäusern sowie alters- und regionsspezifische Verläufe.
Das RKI veröffentlicht diese Daten wöchentlich und definiert den Beginn einer Grippewelle anhand der Positivenrate in Sentinelproben.\n\nKonsequenzen für die Praxis: Gesundheitsämter und Kliniken werden die Entwicklung beobachten und Impfangebote kommunizieren; für die Bevölkerung gilt die übliche Empfehlung, Impfungen im Herbst wahrzunehmen und einfache Hygieneregeln wie regelmäßiges Lüften und Händehygiene zu beachten. Aussagen über die gesamte saisonale Belastung oder zu erwartende Komplikationsraten sind derzeit nicht belegbar und bedürfen weiterer Daten in den kommenden Wochen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).