Hamburg

Behelfsbrücke über Holstenstraße soll S2 nach Altona zurückbringen

Die Deutsche Bahn will an der Eisenbahnüberführung Holstenstraße eine Behelfsbrücke einsetzen. Damit könnte die S-Bahn-Linie S2 noch 2026 wieder regulär den Bahnhof Altona erreichen.

Die Deutsche Bahn bereitet an der Eisenbahnüberführung Holstenstraße den Einbau einer Behelfsbrücke vor, um die fehlende Zweigleisigkeit vorübergehend zu ersetzen. Ziel ist, die S-Bahn-Linie S2 wieder regulär bis Altona zu führen. Nach Angaben des Unternehmens wurden die Planungen am 19. September 2026 konkretisiert; der Einbau steht unter dem Vorbehalt des Bauablaufs.

Auslöser sind Schäden an der bestehenden Brücke, die seit 2025 zu Einschränkungen führen. Weil der Abschnitt nur noch einseitig befahrbar ist, wurden Linienführungen angepasst. Die S2 verkehrt seither nicht mehr durchgehend nach Altona, stattdessen wurden Verbindungen umgeleitet und durch Busse ergänzt. Als temporäre Kennzeichnung für Verläufe auf dem Bergedorfer Ast wurde die S7 eingeführt. Die Fahrpläne bleiben während der weiteren Arbeiten an der Verbindungsbahn angepasst.

Mit der Behelfsbrücke soll ein zweites Gleis über die Holstenstraße geschaffen werden. Die Deutsche Bahn verweist darauf, dass solche temporären Überbauten ein erprobtes Mittel sind, um die Betriebsfähigkeit zu sichern, während parallel die dauerhafte Instandsetzung oder ein Neubau vorbereitet wird. Konkrete Termine für Montage und Wiederaufnahme des durchgehenden S2-Verkehrs nennt das Unternehmen abhängig vom Fortschritt der Baustelle. Medienberichten zufolge wird eine Rückkehr der S2 nach Altona bis Ende 2026 angestrebt. Prognosen bleiben an Genehmigungen, Lieferketten und Sperrpausen gebunden.

Für Fahrgäste in Altona und den angrenzenden Quartieren wäre die Behelfsbrücke eine spürbare Entlastung: Direktverbindungen der S2 verkürzen Umwege, und der Bedarf an Ersatzverkehren sinkt. Gleichzeitig ist mit weiteren baubedingten Einschränkungen zu rechnen. In Hamburg laufen großflächige Arbeiten an der Verbindungsbahn und an mehreren Eisenbahnüberführungen, darunter die Erneuerung der Sternbrücke. Sperrphasen werden nach Angaben der Bahn möglichst in Ferienzeiten gebündelt, um den laufenden Betrieb zu stabilisieren.

Zuständig für Planung und Bau ist DB InfraGO in Abstimmung mit der Stadt Hamburg. Kommunale Gremien in Altona haben sich seit 2025 wiederholt mit den Folgen der Brückenschäden und den Anforderungen an die Überwachung der Bauwerke befasst. Für die städtische Verkehrsplanung bleibt die verlässliche Erreichbarkeit Altonas ein Schwerpunkt, solange die Ertüchtigung der Knotenpunkte andauert. Der aktuelle Anlass der Meldung ist die nun vorliegende Zeitplanung für die Behelfsbrücke an der Holstenstraße; sie soll den Weg zur Rückkehr der S2 nach Altona ebnen, bis die dauerhafte Lösung umgesetzt ist.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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