Berichte über ungewöhnlich hohe Studienabbrüche am European Campus Rottal‑Inn in Pfarrkirchen haben in den vergangenen Tagen öffentliche Diskussionen und Forderungen nach Aufklärung ausgelöst. Mehrere überregionale und lokale Medien zitieren interne Statistiken, wonach in mehreren Bachelorjahrgängen rund 80 Prozent der ersten Immatrikulierten später als Abbrecher geführt würden. Diese Zahl wird in den Berichten als Ausgangspunkt genannt und ist in den Artikeln als Ergebnis interner Datenauswertungen beschrieben. (Stand der Berichterstattung: Ende Oktober/Anfang November 2026.) ([welt.de](https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6ae4aab4bfb85e617afeb3d9/deggendorf-vier-von-fuenf-brechen-ab-bayerns-vorzeigecampus-und-die-phantom-studenten.html))
Die Berichte haben in der Lokalpolitik schnell Reaktionen hervorgerufen: Der Bürgermeister von Pfarrkirchen forderte einen „Neustart“ und maximale Transparenz der Hochschulleitung. Auch in der Diskussion stehen Verdachtsmomente, die in Berichten als Hinweise auf sogenannte „Scheinstudenten“ formuliert werden — also Immatrikulationen, die nach außen den Status eines Studierenden vermitteln, intern aber nicht mit tatsächlicher Studiennutzung einhergehen. Solche Hinweise werden in der Berichterstattung als Teil der zu klärenden Fragen genannt, nicht als bereits gerichtsfest geklärt. ([pnp.de](https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/scheinstudenten-in-pfarrkirchen-buergermeister-fordert-campus-neustart-22349192?utm_source=openai))
Die Technische Hochschule Deggendorf (THD), zu der der European Campus Rottal‑Inn als Fakultät gehört, dokumentiert auf ihrer Webseite fortlaufend Einschreibungszahlen und Angebote am Standort; offizielle Publikationen der Hochschule bestätigen die Existenz und die internationalen Schwerpunkte des Campus, enthalten in den von Medien zitierten Beiträgen jedoch keine unmittelbare Aufschlüsselung, die die von Medien berichteten Abbruchquoten umfassend bestätigt oder widerlegt. Konkrete, von der Hochschule verifizierte Zahlen zu den genannten Abbrecherquoten lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung in den zitierten Medien nicht in öffentlich zugänglichen Pressemitteilungen vor. Auf entsprechende Anfragen verlangten lokale Politiker eine rasche und nachvollziehbare Darstellung der Erhebungsmethodik und der Datenlage. ([th-deg.de](https://th-deg.de/ecri?utm_source=openai))
Rechtlich und organisatorisch berühren die Vorwürfe verschiedene Ebenen: die Hochschulverwaltung (Datenpflege, Immatrikulations‑ und Prüfungsverwaltung), kommunale Fördervereinbarungen und gegebenenfalls aufenthaltsrechtliche Fragen bei internationalen Studierenden, falls Immatrikulationen nicht dem tatsächlichen Studienbetrieb entsprechen. Beobachter fordern nun eine transparente Prüfung der Datengrundlage, eine Darstellung der Methodik der internen Statistiken und gegebenenfalls externe Prüfungsschritte. Bis zu einer solchen Nachprüfung bleiben die in der Berichterstattung genannten Werte als Medienangaben zu behandeln; belastbare Schlussfolgerungen setzen offen-legbare, überprüfbare Primärdaten voraus.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).