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Berlin testet Trockentoiletten in Parks – so funktionieren die Anlagen

Mehrere deutsche Kommunen erproben wasserlose Toiletten. In Berlin laufen Pilotprojekte in Parks; die Anlagen trennen und trocknen Ausscheidungen, sparen Trinkwasser und benötigen klare Regeln für Entleerung und Verwertung.

In deutschen Städten werden seit 2023 vermehrt Toiletten ohne Wasserspülung erprobt. Besonders sichtbar ist das in Berlin: Die Senatsverwaltung ließ in einem Pilotprojekt mehrere klimafreundliche Parktoiletten ohne Wasser- und Abwasseranschluss testen. Nach Behördenangaben wurden dabei in öffentlichen Grünanlagen Modulkabinen mit Trocknung oder Trennung der Ausscheidungen eingesetzt; für Handwaschbecken kamen teils ein Regenwassertank und sparsame Armaturen zum Einsatz. Die gesammelten Stoffe wurden über eine zugelassene Verwertungsanlage in Brandenburg entsorgt.

Technisch arbeiten diese Systeme anders als ein WC mit Spülung. Bei der Trockentrenntoilette wird der Urin vorne im Sitz getrennt aufgefangen und in einem Tank gesammelt; der Feststoff fällt in einen separaten Behälter, oft mit Einstreu wie Holzspänen, die Gerüche binden und die Trocknung fördern. Komposttoiletten setzen zusätzlich auf eine nachgelagerte biologische Kompostierung. Reine Trockentoiletten stabilisieren den Inhalt durch Verdunstung und Mineralisierung in geschlossenen Behältern. Viele Kabinen sind mit passiver Lüftung ausgerüstet; je nach Standort kommt auch Solarunterstützung für Ventilatoren infrage. Diese Ansätze sind in technischen Beschreibungen von Herstellern und in einschlägigen DIN-Dokumenten zusammengefasst.

Einsatzorte in Deutschland sind neben Parks vor allem Berghütten, Baustellen, mobile Eventanlagen und Kleingartenanlagen, wenn kein sicherer Wasser- oder Abwasseranschluss vorhanden ist. Kommunale Prüfberichte nennen als Vorteile den geringeren Trinkwasserverbrauch und die Unabhängigkeit von teurer Leitungsinfrastruktur. Entscheidender Aufwand fällt hingegen bei der Logistik an: Betreiber müssen die Entleerung planen, kurze Intervalle einhalten und den Transport zur fachgerechten Behandlung sicherstellen.

Rechtlich ist die Nutzung und Verwertung menschlicher Ausscheidungen streng geregelt. Düngemittel aus solchen Stoffen unterliegen in Deutschland der Düngemittel- und Abfallgesetzgebung; eine Ausbringung auf Feldern ist nur in engen, genehmigten Verfahren zulässig. Für Forschungs- und Pilotvorhaben können Behörden befristete Genehmigungen erteilen. Kommunen verweisen zudem auf hygienische Mindeststandards, geschlossene Sammelbehälter und dokumentierte Entsorgungswege.

Eindeutig belegte Tatsachen sind der laufende Pilotbetrieb in Berlin, die Funktionsprinzipien von Trockentoilette, Trockentrenntoilette und Komposttoilette sowie die Notwendigkeit geregelter Entleerung und Verwertung. Einschätzungen von Betreibern, wonach sich langfristig Kosten sparen lassen, sind Bewertungen. Ob eine breite Einführung gelingt, hängt von zuverlässiger Logistik, klaren Standards und der Akzeptanz in der Öffentlichkeit ab. Für Kommunen bleibt es eine Abwägung zwischen Investitionskosten, Betrieb, Rechtsrahmen und dem Ziel, Trinkwasser zu sparen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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