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Berlin zieht Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele zurück

Der Berliner Senat hat am 24. September 2026 die Kandidatur Berlins für die nationale Vorauswahl zur Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele zurückgezogen. Als Gründe nennt die Stadt die Bewertungsergebnisse des Deutschen Olympischen Sportbundes,…

Kurzmeldung

Am 24. September 2026 erklärten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, die Sportsenatorin Iris Spranger und der Olympia-Beauftragte Kaweh Niroomand, dass Berlin seine Bewerbung um die deutsche Kandidatur für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele zurückziehe. Entscheidend für den Schritt seien die Ergebnisse der Evaluierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund vom 22. September 2026 gewesen: Das Konzept „Berlin+“ wurde mit 74,64 von 100 Punkten als „gut“ bewertet, während München mit 87,03 Punkten und Köln/Rhein‑Ruhr mit 85,02 Punkten als „sehr gut“ eingestuft wurden. Angesichts dieser Differenz und der für den 26. September 2026 angesetzten Wahl des deutschen Bewerbers sah die Landesregierung keine realistische Chance auf eine Nominierung.

In der Pressekonferenz nannten die Verantwortlichen zudem die jüngst öffentlich gewordene politische Ablehnung in Teilen der Berliner Parteienlandschaft als weiteren Grund. Vertreter des Bewerbungsteams beklagten, dass der Stimmungsumschwung innerhalb kurzer Zeit die Kampagne erheblich geschwächt habe. Zugleich hieß es, man wolle keine städtischen Ressourcen in ein Verfahren investieren, das bei der nationalen Vorauswahl voraussichtlich scheitern würde.

Der Rückzug ist ausdrücklich auf die nationale Vorentscheidung bezogen und bedeutet nicht, dass die Stadt das sportliche Engagement aufgeben wolle. Berliner Vertreterinnen und Vertreter wiesen auf das aktive Vereins‑ und Breitensportleben in der Stadt hin und betonten, Infrastruktur‑ und Veranstaltungsplanung bleibe Bestandteil städtischer Politik.

Die Entscheidung wird in Berlin kontrovers aufgenommen: Befürwortende Stimmen sehen im Rückzug ein Vermeiden einer für die Stadt teuren politischen Niederlage, Kritiker sprechen von einer verpassten Chance für Investitionen in Sportinfrastruktur. Mit dem Rückzug verbleiben München und Köln/Rhein‑Ruhr als Kandidaten für die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes am 26. September 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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