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Betrüger geben sich als American‑Express‑Mitarbeiter aus und erbeuten mehr als 130.000 Euro

Die Kriminalpolizei im Landkreis Märkisch‑Oderland ermittelt zu zwei fast identisch ablaufenden Fällen, bei denen sich Täter als Mitarbeiter von American Express ausgaben. Durch Fernzugriffe und manipulierte Hotlines gingen den Opfern nach Polizeiangaben mehr als…

Die Kriminalpolizei der Inspektion Märkisch‑Oderland ermittelt zu zwei Betrugsfällen, bei denen Opfer per E‑Mail und Telefon aufgefordert wurden, eine angebliche Abbuchung zu prüfen. Nach Angaben der Polizei wandten sich die ersten Opfer am 21. September 2026 an die Behörden; die Täter gaben sich in den Nachrichten als Mitarbeiter von American Express aus. Die Gesamtbeute beziffert die Polizei mit mehr als 130.000 Euro. (Polizeibericht, 23. September 2026).

Nach den bisher bekannten Ermittlungsangaben erhielten die Betroffenen zunächst E‑Mails, in denen behauptet wurde, hohe Abbuchungen in Schweizer Franken seien vom jeweiligen Kreditkartenkonto vorgenommen worden. In den Nachrichten war eine „Servicenummer“ angegeben; wer diese anrief, geriet in Kontakt mit den Tätern. Den Ansprechpartnern gelang es offenbar, den Opfern vorzugaukeln, ein Computervirus sei Ursache der Abbuchungen, und boten „Hilfe“ an. In mindestens einem der Fälle ließ ein Opfer daraufhin einen Fernzugriff auf den Rechner zu. Anschließend wurden per Mausklick hohe Beträge von Konten abgebucht.

Die Polizei betont, dass es sich um koordinierte Anrufe und Nachrichten mit identischem Text handelte; die Ermittler prüfen Verbindungen zwischen den Taten. Die Kriminalpolizei warnt ausdrücklich davor, unbekannten Anrufern Fernzugriff zu gewähren, auf in Mails angegebene Servicenummern zu vertrauen oder sensible Bankdaten preiszugeben. Betroffene werden gebeten, umgehend Anzeige zu erstatten und ihre Bank zu informieren, um weitere Abbuchungen zu verhindern.

Konkrete Details zu den Kontoverbindungen, Tatverdächtigen oder genauen einzelnen Schadenssummen nannte die Polizei in der Mitteilung nicht; die Gesamtangabe „mehr als 130.000 Euro“ bezieht sich laut Pressemitteilung auf die bislang gemeldeten Fälle. Die Verfahren liegen bei der Kriminalpolizei Märkisch‑Oderland; zuständig sind dort Ermittlungsgruppen, die gegen Internet‑ und Telefonbetrug vorgehen.

Hintergrund: Seit Jahren nutzen Täter verschiedene Varianten des sogenannten Payment‑Scams, indem sie sich als Mitarbeiter von Kreditkartenunternehmen ausgeben oder über manipulierte Webseiten und Anrufe Zugang zu Onlinebanking‑Zugängen und TAN‑Verfahren erlangen. Geraten Kontodaten oder Zugänge in fremde Hände, ist rasches Handeln erforderlich: Sperrung der Karte (Sperr‑Notruf 116116), Kontakt zur Bank und Anzeige bei der Polizei sind die empfohlenen Schritte.

Die Ermittlungen dauern an; die Polizei sucht Zeugen und Hinweise zu den genannten Telefonnummern und Nachrichtentexten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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