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Betrunkener Fahrdienstleiter stoppt Bahnverkehr in Gengenbach

Ein 29-jähriger Fahrdienstleiter ist am 14. September in Gengenbach offenbar alkoholisiert dienstunfähig gewesen. Laut Bundespolizei stand der Regionalverkehr rund 80 Minuten still; Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs laufen.

Kurzmeldung

Ein offenbar alkoholisierter Fahrdienstleiter hat am 14. September 2026 den Regionalverkehr rund um Gengenbach zeitweise zum Stillstand gebracht. Nach Angaben der Bundespolizei wurde die Notfallleitstelle um 09:11 Uhr alarmiert, weil der 29-Jährige im Stellwerk des Bahnhofs nicht erreichbar war. Einsatzkräfte fanden das Gebäude verschlossen vor; auf Klopf- und Warnsignale reagierte der Mann zunächst nicht. Erst nachdem die Feuerwehr die Tür geöffnet hatte, ließ er die Kräfte ein und wurde vom Rettungsdienst untersucht.

Die Bundespolizei berichtet, im Stellwerksraum leere Bierflaschen festgestellt zu haben. Ein Atemalkoholtest ergab demnach 0,94 Promille. Zudem fanden Beamte in der Brieftasche des Mannes eine geringe Menge einer weißen Substanz, die der Betroffene selbst als Kokain bezeichnet habe. Die Staatsanwaltschaft Offenburg ordnete eine Blutentnahme an. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs sowie wegen des mutmaßlich illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt.

Der Betrieb auf der betroffenen Strecke wurde nach Behördenangaben mit eintreffendem Ersatzpersonal wieder aufgenommen; gegen 10:30 Uhr lief der Verkehr wieder an. Nach erster Einschätzung waren mehrere Regionalverbindungen der Schwarzwaldbahn betroffen. Hinweise auf Verletzte liegen nicht vor. Der Einsatzort wurde von der Bundespolizei als Gengenbach im Ortenaukreis benannt, die Ermittlungen führt die Dienststelle Offenburg.

Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter haben im Bahnbetrieb eine zentrale Rolle: Sie überwachen Fahrstraßen, steuern Signale und koordinieren Zugfahrten, insbesondere bei Störungen. Der Fall in Gengenbach zeigt, dass die vorgesehenen Abläufe zur Gefahrenabwehr gegriffen haben: Die Notfallleitstelle alarmierte Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, und der Bahnbetrieb konnte durch Ersatzpersonal relativ zügig stabilisiert werden. Welche arbeits- und strafrechtlichen Konsequenzen folgen, hängt von den Ergebnissen der Blutuntersuchung und der Bewertung durch die Staatsanwaltschaft Offenburg ab. Weitere Auskünfte kündigte die Bundespolizei nach Abschluss erster Ermittlungen an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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