Kurzmeldung
BioNTech hält an der angekündigten Aufgabe des ehemaligen CureVac‑Standorts in Tübingen fest, obwohl einem Bericht des Handelsblatts zufolge ein Investorenkonsortium ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte. BioNTech hatte die Schließung seiner deutschen Standorte, darunter Tübingen, am 28. September 2026 bekanntgegeben und einen geordneten Rückzug bis Ende 2027 angekündigt.
Dem Handelsblatt zufolge lagen den Verhandlungen interne Dokumente zugrunde; danach wollte ein Konsortium unter dem Arbeitstitel Human Health Technologies AG das Werk übernehmen und bis zu 500 Beschäftigte übernehmen. Das Angebot habe sich nach Einschätzung der Berichterstattung auf rund 20 Millionen Euro belaufen; die Interessenten sollen zugleich staatliche Zuschüsse gefordert haben. BioNTech führte den Angaben zufolge Gespräche, entschied sich aber schließlich gegen einen Verkauf. Zu den konkreten Vertragsinhalten und zu zugesicherten Fördersummen liegen öffentlich zugängliche, überprüfbare Nachweise nicht vor.
In den Verhandlungsunterlagen sei zudem ein Übergang zu veterinärmedizinischer Forschung beschrieben worden; demnach hätten die Käufer eine Phase der Entwicklung von mRNA‑Impfstoffen für bestimmte Tierarten angedacht. Solche Nischenmärkte können nach Einschätzung von Branchenbeobachtern kurzfristige Nachfrage bieten, etwa in Regionen mit spezialisierter Tierzucht. Ob und in welchem Umfang solche Pläne realisierbar gewesen wären, bleibt nach den verfügbaren Berichten unklar; für die betroffenen Beschäftigten wäre ein Übergang in ein neues Forschungsfeld mit erheblichem Qualifizierungsbedarf verbunden.
Kommunale Vertreter und Betriebsräte kritisierten die Entscheidung und forderten mehr Transparenz über die Gespräche. Die Stadt Tübingen sowie bundesweite Berichte bestätigen die grundsätzliche Chronologie: Ankündigung der Schließung am 28. September 2026, Handelsblatt‑Recherche zu möglichen Übernahmeverhandlungen am 14. Oktober 2026. Weitere Details zu vertraglichen Zusagen, möglichen Fördermitteln oder bindenden Übernahmeklauseln sind in den öffentlichen Quellen nicht belegt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).