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Bohrplatz für Helium-Erkundung in Netzeband ist eingerichtet

In Netzeband bei Katzow ist der Bohrplatz für eine Helium-Erkundung fertiggestellt. Nach Angaben von Betreiber und Bergamt Stralsund ist der Start der Tiefbohrung Anfang 2027 vorgesehen.

In Netzeband, einem Ortsteil der Gemeinde Katzow im Landkreis Vorpommern-Greifswald, ist der Bohrplatz für eine geplante Tiefbohrung zur Aufsuchung von Helium eingerichtet. Das bestätigten das Unternehmen 45-8 Energy und das Bergamt Stralsund mit Stand vom 12. September 2026. Der Platz liegt auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche und ist profiliert sowie mit temporärer Infrastruktur versehen. Der Beginn des Abteufens wird von den Beteiligten für Anfang 2027 angegeben.

Die aktuellen Arbeiten folgen auf Voruntersuchungen seit 2024, darunter seismische Messungen und technische Sondierungen. Nach Einträgen in öffentlichen Registern wurde die Erlaubnis zur Aufsuchung im Förderfeld Brimir Ende 2023 erteilt. Verfahrensschritte und Auflagen veröffentlichte das Bergamt in der Folge. Eine Bewilligung zur Förderung liegt nicht vor; über eine mögliche spätere Gewinnung wäre in einem gesonderten Verfahren zu entscheiden.

Behördliche Angaben verweisen auf die Einhaltung berg- und wasserrechtlicher Vorgaben sowie naturschutzrechtlicher Prüfungen. Aussagen von 45-8 Energy zu den geologischen Erwartungen stützen sich auf historische Daten aus Bohrungen der 1960er bis 1980er Jahre, die ein Stickstoff-Methan-Helium-Gemisch in tieferen Schichten nahelegen. Landesämter verwahren Bohrkerne und Auswertungen, die nun erneut ausgewertet werden. Verifizierte Messergebnisse aus der anstehenden Tiefbohrung liegen noch nicht vor.

Helium gilt in der Europäischen Union als kritischer Rohstoff, benötigt unter anderem für Medizintechnik und Halbleiterfertigung. Vor diesem Hintergrund werden Erkundungen potenzieller Lagerstätten in Deutschland politisch und wirtschaftlich aufmerksam verfolgt. Aus Sicht der Behörden ist die jetzige Einrichtung des Bohrplatzes ein vorbereitender Schritt, der die Realisierung der Tiefbohrung organisatorisch erleichtert, aber keine Vorentscheidung über eine spätere Förderung darstellt.

In früheren Phasen hatten Anwohner und Kommunalvertreter Transparenz über mögliche Auswirkungen auf Grundwasser und Natur gefordert. Nach Behördenangaben würden etwaige nächste Schritte – insbesondere Anträge auf Bewilligung und Betrieb – eigenständigen Prüfungen, Umweltbewertungen und Anhörungen unterliegen. Konkrete Zeitpläne für ein etwaiges Förderprojekt und belastbare Resultate der geologischen Analysen erwartet man erst nach Abschluss der Bohrarbeiten. Bis dahin bleibt es beim Explorationsstatus; der jetzt errichtete Bohrplatz markiert den Übergang von der Vorerkundung zur eigentlichen Tiefbohrung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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