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Bombenfund in Wilhelmshaven: 13.600 Menschen werden evakuiert

Im Marinearsenal Wilhelmshaven ist eine Fünf‑Zentner‑Bombe gefunden worden. Die Stadt räumt im 1.000‑Meter‑Radius; rund 13.600 Menschen sind betroffen.

In Wilhelmshaven ist am 1. September 2026 im Marinearsenal eine Fünf‑Zentner‑Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Stadtverwaltung ordnete einen Evakuierungsradius von 1.000 Metern um den Fundort an. Nach Angaben der Behörden sind rund 13.600 Menschen betroffen. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Einheiten der Bundeswehr unterstützen die Räumung.

Betroffen sind Teile der Südstadt, der Innenstadt und des Stadtteils Heppens. Für Anwohnerinnen und Anwohner wurden Notunterkünfte in Sporthallen eingerichtet, ein Bürgertelefon ist geschaltet. Der Busverkehr im Sperrgebiet wurde eingestellt, Schulen im Evakuierungsbereich blieben geschlossen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Gebäude erst nach der Entschärfung wieder betreten werden dürfen.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst teilte mit, der Blindgänger verfüge über zwei Zünder. Es handele sich zwar nicht um sogenannte Langzeitzünder, dennoch bestehe ein Risiko, das eine großräumige Evakuierung erforderlich mache. Die Einsatzkräfte kontrollierten am Vormittag Haus für Haus, um die vollständige Räumung zu bestätigen. Nach Angaben aus dem Rathaus verzögerten einzelne Nachräumungen die ursprünglich angestrebte Freigabe zur Mittagszeit.

Gegen 13:42 Uhr gab der Krisenstab an, das Gebiet sei geräumt; der Kampfmittelbeseitigungsdienst könne mit der Entschärfung beginnen. Über den Verlauf der technischen Arbeiten und über die Rückkehrzeiten in die Wohnungen will die Stadt nach Abschluss der Maßnahme informieren. Die Behörden mahnen, Absperrungen strikt zu beachten und das Evakuierungsgebiet bis zur offiziellen Entwarnung nicht zu betreten.

Hintergrund: In Küstenstädten wie Wilhelmshaven werden bei Bauarbeiten immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Übliche Verfahren sehen in Abhängigkeit von Sprengkraft, Zünderzustand und Lage des Fundorts Sicherheitsradien von mehreren Hundert bis zu 1.000 Metern vor. Die Entscheidung über den Umfang der Evakuierung trifft die örtliche Einsatzleitung in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Die Stadt kündigte an, aktuelle Informationen fortlaufend über ihre Kanäle zu veröffentlichen. Anwohnende, die Unterstützung benötigen, werden gebeten, sich an die eingerichteten Kontaktstellen zu wenden oder die Notunterkünfte aufzusuchen. Für nicht mobile Personen sind Transportoptionen über die Leitstellen organisiert. Die Einsatzkräfte bitten zudem darum, Haustiere mitzunehmen oder sicher unterzubringen und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freizuhalten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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