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Bosch streicht in Abstatt bis zu 750 Stellen

Bosch verschärft den Sparkurs: Am Entwicklungsstandort Abstatt im Kreis Heilbronn sollen nach SWR-Angaben bis zu 750 Jobs wegfallen. Konzern, Betriebsrat und IG Metall verhandeln über sozialverträgliche Lösungen.

Bosch treibt den Stellenabbau in seiner Autosparte voran und will am Standort Abstatt im Kreis Heilbronn deutlich Personal reduzieren. Nach übereinstimmenden Berichten von SWR Aktuell sollen dort bis zu 750 Stellen entfallen. Der Konzern bestätigt einen verschärften Sparkurs in der Einheit Bosch Mobility, verweist aber auf laufende Gespräche mit Arbeitnehmervertretungen und kündigt eine sozialverträgliche Umsetzung an.

Abstatt ist ein Entwicklungs- und Engineering-Standort für Fahrzeugsoftware, Elektronik und Erprobung. Der örtliche Betriebsrat kritisiert fehlende Planungssicherheit und fordert klare Angaben zu Umfang, Zeitplan und künftiger Ausrichtung. Die IG Metall verlangt Alternativen zum Abbau, darunter Qualifizierung, interne Versetzungen und verbindliche Investitionszusagen für Zukunftsprojekte am Standort.

Bosch begründet die Einschnitte mit anhaltendem Kosten- und Preisdruck in der Automobilindustrie sowie einer langsamer als erwartet verlaufenden Marktdurchdringung einzelner Zukunftstechnologien. Die Transformation hin zu Software, Elektrifizierung und automatisierten Fahrfunktionen erfordere, so der Konzern, eine straffere Kostenbasis und Priorisierung der Mittel. Nach Unternehmensangaben sollen betriebsbedingte Kündigungen, wo tariflich ausgeschlossen, vermieden und der Abbau vorrangig über Aufhebungsvereinbarungen, Altersteilzeit und natürliche Fluktuation organisiert werden. Konkrete Zahlen zu Abfindungen oder Freiwilligenprogrammen werden derzeit verhandelt.

Für die Region Heilbronn und die Zuliefernetzwerke in Baden-Württemberg ist der Schritt von unmittelbarer Bedeutung. Kommunalpolitiker und Arbeitnehmervertreter dringen auf Unterstützung für Qualifizierung und Vermittlung. Ökonomen sehen die Anpassungen als Teil eines europaweiten Rückgangs der Fertigungsaufträge und empfehlen flankierende Investitionen in Forschung und Ausbildung, um Wertschöpfung und Beschäftigung zu stabilisieren. Wie stark Ausbildungskapazitäten und Entwicklungsschwerpunkte in Abstatt künftig betroffen sein werden, ist nach heutigem Stand offen.

Bosch hatte bereits in vergangenen Mitteilungen strukturelle Anpassungen in der deutschen Mobility-Sparte skizziert. Die jetzt bekannt gewordenen Schritte in Abstatt fügen sich in diese Linie ein, markieren dort jedoch einen spürbaren Einschnitt. Der Konzern betont, man werde gemeinsam mit Betriebsrat und IG Metall Lösungen suchen, um individuelle Härten zu vermeiden. IG Metall und Betriebsrat halten dagegen, ohne belastbare Standortperspektive drohe Know-how-Verlust – und fordern, den technologischen Umbau mit gezielten Investitionen am Standort zu verbinden.

Die Angaben beruhen auf offiziellen Verlautbarungen von Bosch Mobility sowie Berichten regionaler und überregionaler Medien. Konkrete Detailentscheidungen zu Zeitplänen und finalem Umfang stehen unter dem Vorbehalt der laufenden Verhandlungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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