Bei einem Großbrand in Henstedt-Ulzburg im Kreis Segeberg sind in der Nacht zum 2. Oktober nach Polizeiangaben rund 100 Kälber verendet. Ein Stallgebäude sowie ein angrenzendes Reetdachhaus brannten vollständig nieder. Vier Menschen erlitten leichte Verletzungen, unter anderem durch Rauchgas, und wurden in Krankenhäuser gebracht.
Die Feuerwehr wurde kurz nach Mitternacht alarmiert. Nach Angaben der Einsatzleitung waren zeitweise etwa 130 Kräfte mehrerer Wehren im Einsatz. Sie verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude, konnten den Totalverlust des Stalls und des Wohnhauses jedoch nicht mehr abwenden. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Nachlöscharbeiten, unter anderem beim Auseinanderziehen von Gebäudeteilen, um Glutnester abzulöschen.
Zur Sicherung des Einsatzraums sperrte die Polizei Abschnitte der Kadener Chaussee. Anwohnerinnen und Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach übereinstimmenden Berichten von Einsatzkräften hatten Helfer versucht, Tiere aus dem Stall zu retten; einige Beteiligte zogen sich dabei leichte Rauchverletzungen zu.
Die Polizeidirektion Bad Segeberg hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise auf die Entstehung des Feuers oder auf einen technischen Defekt liegen derzeit nicht vor. Die zuständige Staatsanwaltschaft wurde eingebunden. Sachverständige sollen die Brandstelle untersuchen, sobald sie betreten werden kann.
Zur Schadenshöhe machten die Behörden zunächst nur eine Schätzung im Millionenbereich und betonten deren Vorläufigkeit. Die genaue Zahl der Tiere sowie das Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens werden nach Behördenangaben im Zuge der Ermittlungen und der Dokumentation der Brandstelle präzisiert.
Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden. Die Feuerwehr kündigte an, zur Vermeidung von Wiederentzündungen regelmäßig zu kontrollieren, ob sich neue Glutnester bilden. Die Ermittler rechnen damit, dass erste Zwischenergebnisse zur möglichen Ursache frühestens nach Abschluss der kriminaltechnischen Untersuchungen vorliegen.
Bestätigt sind nach aktuellem Stand: der vollständige Verlust des Stallgebäudes und des angrenzenden Reetdachhauses, die Zahl der Leichtverletzten sowie das Verenden von etwa 100 Kälbern. Vorläufig bleiben die Schätzung der Schadenssumme und jede Aussage zur Brandursache. Weitere Informationen wollen die Behörden im Laufe des Tages bereitstellen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).