Am 14. September 2026 kam es in der Gemeinde Haar (Landkreis München) zu einer Serie von Brandeinsätzen: Innerhalb von rund 45 Minuten wurden nach Angaben der Polizei fünfmal brennende pyrotechnische Gegenstände – nach erster Beschreibung Bengalos beziehungsweise Böller – in unterschiedliche Gebäude geworfen oder abgelegt. Betroffen waren demnach mehrere Wohnungen, ein Ladengeschäft und während eines Segnungsgottesdienstes für Erstklässler die Pfarrkirche St. Bonifatius am Jagdfeldring. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Nach Polizeiinformationen ereigneten sich die Taten zwischen etwa 16:30 Uhr und 17:15 Uhr. In einem Fall landete ein brennender Gegenstand im Eingangsbereich einer Wohnung, den die Bewohner unmittelbar löschten; an anderer Stelle warf ein Unbekannter einen glimmenden Feuerwerkskörper zwischen Balkon und Hauswand. Während des Gottesdienstes gelangte ein pyrotechnischer Gegenstand in den Eingangsbereich der Kirche St. Bonifatius, den ein Teilnehmer nach der Entdeckung in einen nahegelegenen See warf. Beim letzten Vorfall gegen 17:15 Uhr wurde ein Ladengeschäft am Jagdfeldring betroffen; der Geschäftsführer konnte den Brand selbst löschen, der Täter flüchtete zu Fuß oder mit einem Fahrrad.
Die Ermittlungen hat das Kommissariat 13 des Polizeipräsidiums München übernommen. Ermittlern zufolge besteht ein Zusammenhang zwischen den fünf Taten, die sich zeitlich und örtlich nahe beieinander ereigneten. Die Polizei bittet Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende, die im Bereich Münchner Straße, Jagdfeldring, Am See und Hans‑Stießberger‑Straße zwischen 16:30 Uhr und 17:15 Uhr Beobachtungen gemacht haben oder private Aufnahmen (Haus‑ oder Überwachungskameras) besitzen, sich beim Polizeipräsidium München zu melden.
Nach bisherigen Schadensangaben liegt der Gesamtschaden im niedrigen vierstelligen Bereich; höhere Personenschäden wurden nicht gemeldet. Die Polizei weist auf die Gefährlichkeit von pyrotechnischen Gegenständen im öffentlichen Raum hin: In geschlossenen oder halboffenen Räumen können sie schnell Brände auslösen und Rauchschäden oder Rauchvergiftungen verursachen. Juristisch laufen die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung.
Konkrete Motive sind derzeit nicht bekannt; die Polizei ermittelt zu Tätern und Tatablauf. Aussagen der Betroffenen, örtliche Einsatzberichte der Feuerwehr und die Angaben des Polizeipräsidiums München bilden die Grundlage der vorliegenden Darstellung. Weitere Erkenntnisse will die Polizei nach Auswertung von Spurensicherung und sachdienlichen Hinweisen veröffentlichen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).