In Hannover haben am Abend des 16. Oktober 2026 zwei Notstromakkus im Keller eines siebenstöckigen Mehrfamilienhauses gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr Hannover war das Treppenhaus beim Eintreffen der Kräfte stark verraucht. Mehrere Bewohner blieben aus Sicherheitsgründen in ihren Wohnungen und suchten teils Schutz auf Balkonen. Unter Atemschutz löschten Einsatzkräfte die brennenden Akkumulatoren im Kellertechnikraum und verhinderten eine Ausbreitung auf die Wohnungen. Die Feuerwehr setzte Überdrucklüfter zur Entrauchung ein; Wohnungen wurden nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt.
Rettungskräfte untersuchten vor Ort acht Personen. Drei Menschen wurden vorsorglich wegen des Verdachts auf Rauchgasinhalation in Kliniken gebracht. Insgesamt waren rund 80 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Die Regionale Leitstelle koordinierte die Maßnahmen. Der Brand war zügig unter Kontrolle, Evakuierungen über die beiden in Stellung gebrachten Drehleitern wurden nicht erforderlich.
Zur Ursache teilte die Feuerwehr mit, im Keller seien Akkus einer Notstromversorgung in Brand geraten. Lithium-Ionen-Batterien können bei Defekten, technischem Versagen oder unsachgemäßem Laden thermisch durchgehen und binnen kurzer Zeit dichten Rauch freisetzen. In mehrgeschossigen Wohnhäusern gilt besonders das Treppenhaus als kritischer Bereich, weil Brandrauch Flucht- und Rettungswege versperrt und giftige Gase freisetzt. Entsprechend kontrollierten die Einsatzkräfte das Gebäude nach dem Ablöschen sorgfältig auf Glutnester und führten Messungen durch.
Die Ermittlungen zur genauen Brandentstehung führt die Polizei gemeinsam mit der Feuerwehr. Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor. Die Feuerwehr betonte, das schnelle Eingreifen habe eine Ausweitung des Feuers verhindert.
Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl ähnlicher Einsätze ein, bei denen Energiespeicher in Kellern oder Abstellräumen Brände ausgelöst haben. Feuerwehrverbände weisen seit Längerem darauf hin, Hochenergiebatterien nur mit geprüften Ladegeräten zu laden, Beschädigungen fachgerecht prüfen zu lassen und Batterien nicht in Fluchtwegen zu lagern. Betreiber von Notstromanlagen wird empfohlen, Herstellervorgaben strikt zu beachten und Technikräume frei von brennbaren Materialien zu halten.
Für die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses konnten die Wohnungen nach Abschluss der Lüftungsmaßnahmen wieder freigegeben werden. Hinweise aus der Bevölkerung zur Brandursache nimmt die Polizei entgegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).