Die bundesweiten Kundgebungen, zu denen die Initiative unter dem Schlagwort „Gen Z“ aufgerufen hatte, zogen nach Behördenangaben am Nachmittag in vielen Städten große Menschenmengen an; in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und mehreren anderen Zentren berichteten Redaktionen von Hunderten bis Zehntausenden Teilnehmenden und einem hohen Polizeiaufgebot. Viele Medien betonen die inhaltliche Bandbreite der Proteste — von Bildungspolitik über Wohnkosten bis hin zur Verteidigungspolitik — und heben den überwiegend friedlichen Charakter der Tagesveranstaltungen hervor.
In den Abendstunden überlagerten in einigen Städten offenbar gezielt agierende Randalierer die sonst friedlichen Demonstrationen: Lokalberichte dokumentieren eingeschlagene Schaufenster, Plünderungen in Teilen der Frankfurter Innenstadt sowie Zusammenstöße mit Einsatzkräften; die Polizei spricht von leicht Verletzten unter den Beamten und zahlreichen Anzeigen. Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern kündigten an, die Vorfälle auszuwerten; die Bundesregierung und das Innenministerium verweisen auf die laufende Lagebeobachtung und warnen vor Unterwanderung durch extremistische Gruppen.