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Brombeeren bremsen Wiederbewaldung im Harz – Forstämter reagieren

Forstämter melden dichte Brombeerbestände als akutes Hindernis für neue Pflanzungen im Harz. Nach dem Start des niedersächsischen Wiederbewaldungsprogramms setzen sie auf mechanische Vorarbeiten und gezielte Pflege.

Forstämter im Harz berichten am 3. November 2026 von zunehmenden Problemen durch dichte Brombeerbestände, die neue Pflanzungen auf Kahlflächen erschweren. Die Sträucher überwuchern offene Flächen, konkurrieren um Licht und Wasser und behindern das Setzen junger Bäume. Das praktische Hindernis fällt in eine Phase, in der die Wiederbewaldung nach Schadereignissen wie Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer im großen Stil anlaufen soll.

Die Niedersächsische Landesregierung hat Ende Oktober 2026 den Startschuss für die Wiederbewaldung im Harz gegeben. Beim Auftakttermin im Forstamt Lauterberg wurden am 27. Oktober erste Bäume gesetzt. Seither melden Revierförsterinnen und Revierförster besonders im Oberharz Flächen, auf denen Brombeeren so dicht aufgewachsen sind, dass Pflanzstellen nur schwer zu schaffen sind und Setzlinge schnell überwachsen werden. Es handelt sich nach Einschätzung der Forstleute um ein akutes Betriebsproblem, nicht um einen politischen Streitfall.

Als Reaktion setzen die Niedersächsischen Landesforsten und örtliche Forstämter vermehrt mechanische Vorarbeiten ein. Dazu zählen schmale, mit Schreitbaggern gezogene Pflanzfurchen, das Aufbrechen von Wurzelfilzen mit geeigneten Anbaugeräten und das punktuelle Freistellen von Pflanzinseln. Diese Eingriffe sollen kurzfristig das Anwachsen der jungen Bäume sichern, werden jedoch nach Angaben der Forstverwaltungen standortbezogen geplant, um Bodenschutz und Erosionsrisiken zu berücksichtigen und die Kosten im Blick zu behalten.

Fachlich wird das Problem mit der Flächendynamik nach großflächigen Schadereignissen erklärt: Auf sonnenexponierten, offenen Böden finden Brombeeren ideale Bedingungen und etablieren sich binnen weniger Vegetationsperioden. Ohne Pflege erhöht sich dadurch der Aufwand in den ersten Bestandesjahren deutlich. Die Forstämter verweisen deshalb auf zusätzlichen Personal- und Finanzbedarf. Das niedersächsische Programm sieht entsprechende Mittel und mehrjährige Pflegephasen vor, weil stabile Mischwälder nur mit kontinuierlicher Begleitung entstehen.

Zugleich betonen Fachleute, dass Brombeeren nicht grundsätzlich nachteilig sind. Sie bieten Schutz für Boden und Jungwuchs, solange Pflanzstellen offen gehalten werden. Für die kommenden Pflanzsaisons rechnen die Forstverwaltungen daher mit einem Mix aus mechanischer Vorbereitung, waldbaulicher Pflege und standortgerechter Baumartenwahl. Ziel ist es, die Wiederbewaldung im Harz trotz dichter Strauchschichten verlässlich voranzubringen und die nächste Waldgeneration zu etablieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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