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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil fordert vor G20-Treffen in Asheville ein Ende des Iran-Kriegs

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil reist zum Treffen der G20-Finanzminister in Asheville (USA) und fordert von den Vereinigten Staaten ein Ende des Kriegs gegen Iran; auch Fragen zu Handelsstreitigkeiten und globalen Lieferketten stehen auf der Agenda.

Kurzmeldung

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil reist am Wochenende zum Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbankgouverneure in Asheville (North Carolina). Vor dem Gremium wandte sich Klingbeil in einem ARD-Interview und vor Abflug mit einer klaren politischen Forderung an die Vereinigten Staaten: „Beendet diesen Krieg.“ Er machte deutlich, dass die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen mit Iran weltweit Unsicherheit erzeugten und sich bereits auf Zinsen und Energiepreise auswirkten.

Klingbeil verwies zugleich auf die wirtschaftliche Dimension der Krise: Höhere Risikoprämien und steigende Anleihezinsen verteuerten die Staatsfinanzierung auch für Deutschland. In seinem Statement forderte er außerdem die Sicherung offener Seewege, konkret die Straße von Hormus, damit Handel und Energieversorgung nicht weiter gefährdet werden.

Beim zweitägigen G20-Finanzministertreffen, das von der US-Administration unter Finanzminister Scott Bessent ausgerichtet wird, stehen laut Agenda Wachstum, belastbare Lieferketten und die hohe Verschuldung vieler Staaten im Mittelpunkt. Zugleich dürften die Auswirkungen des Kriegs in der Region sowie bilaterale Spannungen — etwa der zuletzt verschärfte Handelskonflikt Kanada–USA — Gesprächsthemen am Rande der Konferenzen sein.

Deutschland hat nach Angaben des Finanzministeriums und der deutschen Regierung ein Interesse daran, kurzfristige Krisenrisiken von den Finanzmärkten zu nehmen und längerfristig Verlässlichkeit für Handel und Investitionen zu sichern. Klingbeil kündigte an, am Rande mit Amtskollegen aus Indien, Großbritannien und Kanada zu beraten.

Die Bundesregierung betont, dass multilaterale Abstimmung und Diplomatie unverzichtbar seien, um wirtschaftliche Folgen für Deutschland und Europa abzufedern. Konkrete Beschlussvorlagen des G20-Prozesses in Asheville werden nach Abschluss der Beratungen veröffentlicht; Presse- und Delegationsangaben zufolge gelten Aussagen zur Lageeinschätzung und zu Handlungsempfehlungen als wahrscheinlicheres Ergebnis als bindende Beschlüsse.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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