Kurzmeldung
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am 27. Oktober 2026 ihren aktuellen Arbeitsstand zur Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle veröffentlicht. Demnach verbleiben in Baden‑Württemberg als weiter zu prüfende Gebiete nur noch Teile des Nordschwarzwalds und des Südschwarzwalds; die zuvor betrachteten Räume um Ulm sowie Teile der Kurpfalz bei Heidelberg wurden von der weiteren Prüfung ausgeschlossen. Der Arbeitsstand ist ein Zwischenschritt im gesetzlich geregelten Standortauswahlverfahren und dokumentiert, welche Teilgebiete nach den bislang durchlaufenen Prüfschritten grundsätzlich weiter betrachtet werden. Er ist damit keine Festlegung auf einen konkreten Standort und stellt weder eine Entscheidung über oberirdische Erkundungen noch über spätere politische Beschlüsse dar (Stand: 27. Oktober 2026).
Die BGE führt die Ausscheidungen auf die Ergebnisse der vorläufigen Sicherheitsuntersuchung sowie die Anwendung der gesetzlich vorgeschriebenen geowissenschaftlichen Abwägungskriterien zurück. In Baden‑Württemberg liegen die verbleibenden Untersuchungsräume in kristallinen Gesteinen des Schwarzwaldes; die BGE erklärt, dass diese Gesteinsformationen nach den bisher angewandten Kriterien langfristig günstigere Einschluss‑Eigenschaften aufweisen als die ausgeschiedenen Bereiche. Konkrete Vorschläge für oberirdisch zu erkundende Standortregionen stehen noch aus; die Entscheidung hierüber wird im weiteren Verfahren getroffen und durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung begleitet.
Auf kommunaler Ebene reagierten Landkreise und Gemeinden mit Informationsangeboten und Beteiligungsankündigungen; Verbände und Wissenschaft lobten Transparenz, forderten zugleich weiterhin umfassende Nachweise für Langzeitsicherheit. Die BGE weist darauf hin, dass der veröffentlichte Arbeitsstand Teil eines mehrstufigen Prüfprozesses gemäß Standortauswahlgesetz ist. Aussagen zu Zeitplänen, konkreten Erkundungen vor Ort oder der endgültigen Eignung einzelner Orte lassen sich aus dem Arbeitsstand nicht ableiten.
Die Veröffentlichung enthält eine interaktive Karte im Endlagersuche‑Navigator und eine Begleitmitteilung der BGE mit den verwendeten Prüfkriterien. Beteiligungsformate und weitere Informationsangebote sind nach Angaben der BGE angekündigt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).