Gesellschaft

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundeskriminalamt stellen Lagebilder zu Organisierter Kriminalität und Rauschgift vor

In Berlin präsentierten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und das Bundeskriminalamt am 15. September 2026 die aktuellen Bundeslagebilder „Organisierte Kriminalität“ und „Rauschgiftkriminalität“; die Lageeinschätzung knüpft an den im Februar 2026 beschlossenen Aktionsplan an und benennt Prioritäten…

Kurzmeldung

Berlin, 15. September 2026. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Vertreterinnen und Vertreter des Bundeskriminalamts haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Bundeslagebilder „Organisierte Kriminalität“ und „Rauschgiftkriminalität“ vorgestellt. Die Veröffentlichung liefert nach Angaben der Behörden eine aktuelle Lageeinschätzung, benennt veränderte Bedrohungsmuster und leitet prioritäre Handlungsfelder für Strafverfolgung und Prävention ab.

Im Vortrag wurde hervorgehoben, dass sich Täternetzwerke zunehmend grenzüberschreitend und arbeitsteilig organisieren. Technische Entwicklungen, vor allem die verstärkte Nutzung digitaler Kommunikationsdienste und der Onlinehandel, verändern demnach Ermittlungslagen und Einstiegspunkte für die Kriminalitätsbekämpfung. Das Bundeslagebild Organisierte Kriminalität nennt Rauschgifthandel als weiterhin zentralen Motor organisierter Strukturen und dokumentiert gestiegene Risiken durch Zugriff auf Schuss- und Kriegswaffen in bestimmten Täterkreisen.

Die heutige Vorstellung knüpft an den im Februar 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität an; Minister Dobrindt betonte die Notwendigkeit enger Abstimmung zwischen Polizei, Zoll und Justiz, um Ermittlungserfolge zu sichern. Konkret sollen nach Angaben der Behörden Auswerte‑ und Analysekapazitäten ausgebaut sowie grenzüberschreitende Ermittlungsgruppen verstärkt werden. Das Bundesfinanzministerium hatte bereits im Februar Maßnahmen zur besseren Bekämpfung von Finanzströmen und Geldwäsche angekündigt.

Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsbehörden wiesen zugleich auf bestehende Erfassungs‑ und Auswertungsprobleme hin, etwa bei der Transparenz komplexer Geldflüsse über legale Wirtschaftsstrukturen und Kryptowährungen. Die Bundeslagebilder dienen laut Bundeskriminalamt als Grundlage für weitere Gesetzes‑ und Ressourcendiskussionen; detaillierte Zahlen und methodische Anhänge sollen in den jeweils angekündigten Publikationen folgen. Beobachterinnen und Beobachter sehen in der Vorstellung sowohl eine Bestätigung der bisherigen Reformrichtung als auch einen Signalcharakter dafür, Ermittlungsinstrumente stärker an technische Neuerungen anzupassen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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