Die Bundespolizei hat ihre Bilanz zu den Binnengrenzkontrollen an den Grenzen zu Luxemburg, Frankreich und Belgien bis zum 5. Oktober 2026 aktualisiert. Nach Behördenangaben wurden seit der Wiedereinführung der Kontrollen im Jahr 2024 mehrere Tausend unerlaubt eingereiste Personen festgestellt; zudem kam es zu zahlreichen Zurückweisungen. Viele Feststellungen entfielen demnach auf Übergänge zu Frankreich, aber auch an den Grenzen zu Luxemburg und Belgien registrierten die Beamten entsprechende Fälle.
Aus den zusammengefassten Lagemeldungen leiten die regionalen Polizeibehörden in Rheinland-Pfalz und im Saarland ihre Bewertungen ab. Die Kontrollen finden vor allem stationär an Hauptverkehrsachsen und Autobahnübergängen statt, etwa auf der A64. Neben Zurückweisungen führten die Maßnahmen nach Behördenangaben auch zur Identifizierung mutmaßlicher Schleuser. Konkrete Monatsstände und kumulierte Zahlen veröffentlicht die Bundespolizei fortlaufend; die aktuellste Übersicht datiert vom 5. Oktober 2026.
Das Bundesinnenministerium begründet die fortgesetzten Binnengrenzkontrollen mit anhaltenden Defiziten beim Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union und mit der Lage im Bereich der Schleusungskriminalität. In Antworten auf parlamentarische Anfragen und in ministeriellen Verlautbarungen verweist es auf die von der Bundespolizei dokumentierten Feststellungen als operativen Anlass für die Verlängerungen. Die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung knüpfen damit ausdrücklich an die behördlichen Lagebilder an.
Kritik kommt indes von Pendlervertretungen sowie kommunalen und regionalen Politikern. Sie verweisen auf Behinderungen im Berufsverkehr, insbesondere auf der A64 und weiteren Autobahnübergängen, und auf längere Wartezeiten im Grenzraum. Befürworter der Kontrollen halten dem entgegen, dass die Maßnahmen messbare Effekte bei Zurückweisungen und Ermittlungen gegen mutmaßliche Schleuser gezeigt hätten. Regionale Medien wie SWR Aktuell und überregionale Angebote ordnen die Angaben der Bundespolizei in Bilanzberichte über zwei Jahre Kontrollen in Rheinland-Pfalz und im Saarland ein.
Eine abschließende Wirksamkeitsbewertung bleibt offen. Fachleute verweisen darauf, dass neben Feststellungen an der Grenze und Zurückweisungen auch Daten zu Rückführungen, zu strafrechtlichen Verfahren und zu längerfristigen Verschiebungen in Schleuserstrukturen erforderlich wären. Die hier genannten Angaben beruhen auf den aktuellen Übersichten der Bundespolizei sowie auf begleitender Berichterstattung und parlamentarischen Dokumenten mit Stand Anfang Oktober 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).