Bei Kontrollen am ehemaligen Grenzübergang Pomellen im Landkreis Vorpommern-Greifswald hat die Bundespolizei am 8. September 2026 mehrere mutmaßliche Drogendealer vorläufig festgenommen. Das teilte die Bundespolizei mit. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen laufender Fahndungs- und Kontrolltätigkeiten an der deutsch-polnischen Grenze.
Nach Angaben der Behörde wurden bei den Einsätzen Personen überprüft und Beweismittel sichergestellt. Konkrete Angaben zu Anzahl und Identität der Verdächtigen sowie zur Art und Menge möglicher Betäubungsmittel machte die Bundespolizei zunächst nicht. Zuständig für die weiteren strafprozessualen Schritte ist die Staatsanwaltschaft. Ob Haftbefehle beantragt werden, blieb am Dienstag offen.
Die Bundespolizeiinspektion Pasewalk führt die Ermittlungen. Sie verweist darauf, dass Grenzkontrollen in der Region regelmäßig zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität stattfinden. Dazu zählen neben Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz auch die Feststellung von zur Fahndung ausgeschriebenen Personen. Über Zeitpunkt, Ort und Intensität der Kontrollen informiert die Bundespolizei üblicherweise erst im Nachgang, um den Einsatzerfolg nicht zu gefährden.
Ein unmittelbarer Zusammenhang mit weiteren Verfahren wurde zunächst nicht öffentlich gemacht. Auch Angaben zur Nationalität der Beschuldigten oder zu möglichen Hintermännern liegen bislang nicht vor. Die Ermittler prüfen den Tatverdacht und werten sichergestellte Gegenstände aus. Bis zum Abschluss dieser Maßnahmen gilt die Unschuldsvermutung.
Pomellen ist einer der wichtigsten Kontrollpunkte an der deutsch-polnischen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern. Von dort koordiniert die Bundespolizei, unterstützt von regionalen Dienststellen, wiederkehrende Schwerpunktkontrollen. Beobachter verweisen darauf, dass der Verkehrskorridor zwischen Pasewalk und der Grenze seit Jahren im Fokus der Behörden steht, weil er als Route für verschiedene Formen der Schleusungs- und Drogenkriminalität gilt. Offizielle Zahlen zur aktuellen Lage legte die Behörde in diesem Zusammenhang jedoch nicht vor.
Weitere Informationen kündigte die Bundespolizei für einen späteren Zeitpunkt an. Bis dahin werden sich Details zu Tatvorwürfen, etwaigen Haftentscheidungen und möglichen Zusammenhängen mit bereits bekannten Ermittlungsverfahren voraussichtlich aus den Mitteilungen der Ermittlungsbehörden ergeben. Der Fall unterstreicht aus Sicht der Einsatzkräfte die Bedeutung fortlaufender Grenzkontrollen zur Aufklärung und Unterbindung grenzüberschreitender Straftaten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).