Am 26. September 2026 ist der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung zu einer Sondersitzung zusammengetreten, um Gefährdungsszenarien durch fortgeschrittene Künstliche Intelligenz (KI) und die staatliche Koordination von Gegenmaßnahmen zu erörtern. Das Bundeskanzleramt teilte mit, Ziel der Beratungen sei es, die Gefährdungslage zu bewerten und ressortübergreifende Zuständigkeiten zu klären. Die Sitzung fand vor dem Hintergrund laufender Initiativen zur Stärkung industrieller KI‑Kompetenzen und zu gesetzlicher Marktaufsicht statt. ([bundeskanzler.de](https://www.bundeskanzler.de/bk-de/suche/sitzung-des-nationalen-sicherheitsrates-im-september-2026-2452580?utm_source=openai))
Parallel zu den Beratungen auf Regierungsebene läuft in Berlin die Umsetzung mehrerer Vorhaben: Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte Mitte September, ein „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) für KI sei in Vorbereitung, um Forschung und industrielle Anwendung in Deutschland und Europa zu fördern. Damit verbunden sind Forderungen aus der Bundesregierung nach schnellerer Skalierung industrienaher KI‑Projekte. Vertreter des Ministeriums betonten die wirtschaftspolitische Dringlichkeit, technologische Souveränität zu sichern. ([bundeswirtschaftsministerium.de](https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/09/20260917-ipcei-zu-ki-in-den-startloechern.html?utm_source=openai))
Auf der regulatorischen Ebene ist im September 2026 das sogenannte KI‑Marktüberwachungs‑ und Innovationsförderungs‑Gesetz (KI‑MIG) in den Fokus gerückt; die Gesetzestexte regeln unter anderem Zuständigkeiten der Marktaufsicht gegenüber KI‑Anwendungen und verknüpfen nationale Aufgaben mit Vorgaben der EU‑KI‑Verordnung. In der Regierungspresse wurde wiederholt auf die Notwendigkeit hingewiesen, Anwendungssicherheit und Innovationsfähigkeit gleichermaßen zu schützen. Diese Doppelaufgabe zieht sich demnach durch die Beratungen des Kanzleramts bis in die Ressortabstimmungen. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/ki-mig/BJNR0DF0B0026.html?utm_source=openai))
Die Bundesregierung hat in diesem Jahr bereits mehrere strategische Weichen gestellt: Übergaben von Gutachten und Gespräche im Strategiekreis für Technologie und Innovation fanden öffentlich statt und unterstrichen die Bedeutung industrieller KI für Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit. Gleichzeitig betonen Digital‑ und Innenressorts, dass neu auftretende Risiken — vom Missbrauch durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure bis zu unerwarteten technischen Kaskadeneffekten — nur durch koordiniertes staatliches Handeln adressiert werden können. ([bundeskanzler.de](https://www.bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/uebergabe-efi-gutachten-2026-2406808?utm_source=openai))
Einschätzungen zu konkreten Maßnahmen bleiben in Teilen offen: Gesetzestexte und Ministeriumspläne liefern zwar Rahmen und Zuständigkeiten, zugleich sind operative Schritte für Krisenabwehr und die praktische Marktaufsicht detailliert auszuarbeiten. Die Beratungen vom 26. September 2026 zeigen jedoch, dass Berlin die Balance zwischen vorbeugender Sicherheitspolitik und Innovationsförderung zum zentralen Element seiner KI‑Politik erklärt hat. ([bundeskanzler.de](https://www.bundeskanzler.de/bk-de/suche/sitzung-des-nationalen-sicherheitsrates-im-september-2026-2452580?utm_source=openai))
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).