Kurzmeldung
Die Bundesregierung hat am 8. Oktober 2026 die Herbstprojektion 2026 vorgestellt und ihre Wachstumsprognose gegenüber der Frühjahrsprojektion deutlich angehoben. Für 2026 rechnet die Regierung mit einem realen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 Prozent; für 2027 wird ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche präsentierte die Zahlen in Berlin und bezeichnete das Ergebnis als Anzeichen, dass die „Talsohle“ überwunden sei, mahnte jedoch zugleich, dass die Erholung noch nicht automatisch tragfähig sei.
Als Treiber nennt die Regierung robuste Exporte und verstärkte staatliche Investitionen insbesondere in Verteidigung und Infrastruktur; außerdem werde die Binnenwirtschaft durch private und öffentliche Nachfrage gestützt. Die Herbstprojektion weist darauf hin, dass gestiegene Investitionen, eine Belebung der Inlandsnachfrage und Sondereffekte in einzelnen Exportsegmenten zur jüngsten Aufwärtskorrektur beigetragen haben. Die Bundesregierung betont, Reformen und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren seien erforderlich, damit Wachstum langfristig „aus eigener Kraft“ getragen werden kann.
Die Projektion nennt zugleich Risiken: Geopolitische Konflikte, volatile Energiepreise und mögliche externe Schocks könnten die Entwicklung rasch umkehren. Die Bundesregierung verknüpft die Projektion mit haushalts‑ und steuerpolitischen Planungen sowie Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspakts. Vor dem Hintergrund der Zahlen kündigte die Ministerin einen Investitionsgipfel für Mitte Oktober an, um ausländische Investoren zu werben und private Investitionsanreize zu stärken.
Die Herbstprojektion 2026 signalisiert eine spürbare Verbesserung der Konjunkturaussichten für Deutschland, bleibt aber vorsichtig formuliert. Entscheidend für die Nachhaltigkeit der Erholung sind laut Regierung zusätzliche private Investitionen, die Umsetzung strukturpolitischer Reformen und die Entwicklung externen Umfelds.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).