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Bundeswehr startet Anfang November Großübungen in Litauen

Unter Führung der 10. Panzerdivision beginnen in Litauen die Gefechtsübungen Freedom Shield 26-II und Grand Eagle 26. Sie dienen dem Aufbau der Brigade Litauen und der Erprobung von Führung und Logistik.

Die Bundeswehr beginnt Anfang November 2026 in Litauen mit zwei großangelegten Gefechtsübungen. Nach Angaben des Presse- und Informationszentrums Heer laufen Freedom Shield 26-II und Grand Eagle 26 parallel und sind bis Ende November angesetzt. Die 10. Panzerdivision übernimmt die Führung. Nach Bundeswehrangaben nehmen rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland und Partnerstaaten teil.

Im Mittelpunkt steht der Aufbau der sogenannten Brigade Litauen. Die Panzerbrigade 45 sowie weitere Kampf- und Unterstützungsverbände sollen in den Manövern Führungsprozesse, Nachschub, Sanität, Pionierleistungen und den Schutz gegen unbemannte Luftfahrzeuge unter realitätsnahen Bedingungen trainieren. Das Heer verweist darauf, dass Ausbildungslagen und Verfahren an Lehren aus den Kampfhandlungen in der Ukraine und an den Anforderungen moderner Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet sind.

Die Bundesregierung hat das Ziel bekräftigt, bis Ende 2027 eine deutsche Brigade schrittweise einsatzbereit zu machen und dauerhaft in Litauen zu stationieren. Die jetzt anlaufenden Übungen gelten als nächster Meilenstein auf diesem Weg: Erprobt werden das Zusammenwirken auf Brigadeebene, die Verlegung größerer Kräfte sowie die Versorgung über längere Distanzen. Die Bundeswehr hebt darüber hinaus die Interoperabilität im NATO-Rahmen hervor – etwa gemeinsame Führungsverfahren, abgestimmte Kommunikationsmittel und standardisierte Abläufe mit Partnern.

Beobachter und Kritiker verweisen zugleich auf anhaltende Belastungen für Personal, Material und Logistik. Der Wehrbeauftragter hatte in Berichten wiederholt auf Engpässe bei Ausrüstung, Ersatzteilen und Munition hingewiesen, die großräumige Verlegungen und hohe Übungsdichte organisatorisch anspruchsvoll machen. Aus der Truppe heißt es, die Übungen böten die Gelegenheit, Materialflüsse, Instandsetzung und Führungsfähigkeit unter Zeitdruck zu testen und Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

Zu konkreten Übungsorten und Truppenanteilen machte die Bundeswehr im Voraus nur begrenzte Angaben. Üblich sind abgesperrte Areale für Gefechtsschießen, Pionier- und Sanitätsausbildung sowie Abschnitte, in denen elektronische Störungen und Drohnenabwehr simuliert werden. Die militärische Führung betont, alle Maßnahmen erfolgten im Einklang mit litauischem Recht und in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort.

Zeitbezug: Die Ankündigungen wurden am 30. und 31. Oktober 2026 veröffentlicht. Der Beginn der Übungen Anfang November ist damit aktuell und durch offizielle Mitteilungen des Heeres belegt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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