Aktuell

Burgdorf sperrt Spielplatz wegen des Grünen Knollenblätterpilzes

Die Stadt Burgdorf in der Region Hannover hat einen Spielplatz in der Leuschnerstraße am 21. Oktober 2026 vorsorglich gesperrt. Grund ist ein bestätigter Fund des Grünen Knollenblätterpilzes; die Stadt rät, das Areal zu meiden.

Die Stadt Burgdorf in der Region Hannover hat am 21. Oktober 2026 den Spielplatz in der Leuschnerstraße gesperrt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden dort Fruchtkörper des Grünen Knollenblätterpilzes gefunden und als Amanita phalloides bestimmt. Die Absperrung erfolgte sofort, um Kinder und Erwachsene vor einer möglichen Vergiftung zu schützen. Hinweise vor Ort warnen vor dem Betreten des Bereichs und dem Berühren von Pilzen.

Der Grüne Knollenblätterpilz gilt als einer der giftigsten Pilze in Deutschland. Bereits kleine aufgenommene Mengen können schwere Leberschäden verursachen; Symptome treten mitunter erst Stunden später auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung betont, dass Vergiftungen insbesondere bei Kindern rasch lebensbedrohlich verlaufen können. Die Pilze erscheinen typischerweise von Juli bis Oktober und werden nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parkanlagen und auf gepflegten Grünflächen gefunden.

Der Betriebshof der Stadt begann nach der Sperrung damit, sichtbare Fruchtkörper zu entfernen und die Flächen systematisch abzusuchen. Dabei werden Fallschutzmaterial, Holzspielgeräte und angrenzende Grünstreifen gesondert kontrolliert. Eine Frist für die Wiederöffnung nannte die Stadtverwaltung zunächst nicht. Zunächst müssen Folgekontrollen zeigen, ob weitere Fruchtkörper nachwachsen und das Gelände dauerhaft pilzfrei ist.

Eltern und Aufsichtspersonen werden gebeten, den Spielplatz bis zur Freigabe zu meiden und Kindern zu erklären, dass Pilze auf Spielplätzen und in Parkanlagen nicht angefasst oder gesammelt werden dürfen. Einrichtungen wie Kitas und Schulen sollen in betroffenen Gebieten Spielregeln klar kommunizieren und Flächen regelmäßig in Augenschein nehmen. Das BfR empfiehlt, bei Verdacht auf eine Pilzaufnahme sofort den ärztlichen Notdienst oder eine Giftinformationszentrale zu kontaktieren und, wenn möglich, Pilzreste oder Fotos für die Bestimmung bereitzuhalten.

Ob der Fund in Burgdorf ein Einzelfall bleibt oder auf ein vermehrtes Auftreten in der Region hindeutet, ist noch offen. Kommunen werden in der aktuellen Pilzsaison zu engmaschigen Kontrollen angehalten. Für Burgdorf kündigte die Stadtverwaltung an, den Bestand auf weiteren öffentlichen Flächen zu beobachten und nötigenfalls kurzfristig zu handeln. Die Freigabe des Spielplatzes in der Leuschnerstraße erfolgt erst nach einer abschließenden Kontrolle und einer gesonderten Mitteilung der Stadt.

Die Maßnahmen stützen sich auf den nachgewiesenen Fund, die bekannte Toxikologie von Amanita phalloides und etablierte Vorsichtsregeln. Prognosen über die Dauer der Sperrung wurden bewusst vermieden; sie hängen vom Ergebnis der Nachkontrollen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk