Kurzmeldung
Die Christlich Demokratische Union Hamburg verlangt kurzfristig mehr Personal und eine beschleunigte Bearbeitung von Anträgen zur Prüfung von Baugrundstücken auf Kampfmittelverdacht. Aus einer Senatsantwort an den CDU-Abgeordneten Julian Herrmann geht hervor, dass im Bezirk Hamburg-Nord im Jahr 2025 nur noch 43 Prozent der Anträge innerhalb der vorgesehenen Vier-Wochen-Frist beantwortet wurden; 2023 lag der Wert noch bei 96 Prozent. Diese Verschlechterung führt nach Meinung der Opposition zu Verzögerungen bei Bauvorhaben und zu steigenden Kosten.
Operativ ist der Kampfmittelräumdienst verantwortlich; er ist bei der Feuerwehr Hamburg angesiedelt. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass bei Erkundung, Sicherung und Entschärfung von Funden Sicherheit und Sorgfalt Vorrang haben. Gleichzeitig regelt seit dem 31. März 2026 die Technische Anweisung des Kampfmittelräumdienstes (TA-KRD Hamburg 2026) verbindliche Abläufe, Zuständigkeiten und Dokumentationspflichten. Die Vorgabe einer Vier-Wochen-Frist bezieht sich auf die zeitnahe Erstellung von Freigabe- oder Auskunftsbescheiden nach Abschluss der Bearbeitung.
Fachpolitisch werden zwei kurzfristige Handlungsfelder genannt: Erstens zusätzliche personelle Kapazitäten für die Antragssachbearbeitung und die Einsatzunterstützung, zweitens eine bessere technische Ausstattung zur Beschleunigung standardisierter Prüfabläufe. Mittelfristig fordern Fachleute eine engere Koordination zwischen Bauverwaltung, externen Gutachtern und der Feuerwehr, ein verbessertes Monitoring potenziell belasteter Flächen sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Doppeluntersuchungen.
Verzögerte Freigaben treffen insbesondere den Wohnungsbau: Termin- und Kostenpläne können sich verschieben, und tatsächliche Funde führen regelmäßig zu Evakuierungen und Sperrungen, die Stadtteile und Verkehrswege belasten. Konkrete Beschlüsse über zusätzliche Haushaltsmittel oder neue Stellen lagen zum Redaktionsschluss nicht vor; der Senat verweist auf laufende Prüfungen und die Notwendigkeit, geltende Sicherheitsstandards einzuhalten.
Unstrittig bleibt, dass eine stabile Personalausstattung, moderne Ausrüstung und klar geregelte Schnittstellen notwendig sind, um sowohl die Sicherheit der Bevölkerung als auch verlässliche Planungsgrundlagen für das Wohnungsbau- und Infrastrukturgeschehen zu gewährleisten. Ob die nun geforderten Schritte ausreichen, wird sich an den Bearbeitungsquoten der kommenden Monate messen lassen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).