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Cyberangriff vermutet: Supermarkt in Lilienthal entsorgt Ware für 34.000 Euro

Nach einem Ausfall der Kühltechnik in Lilienthal hat eine Edeka-Filiale Lebensmittel im Wert von 34.000 Euro entsorgt. Die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg ermittelt wegen eines möglichen externen Zugriffs.

In Lilienthal im Landkreis Osterholz hat eine Edeka-Filiale nach einem Ausfall der Kühltechnik große Mengen verdorbener Lebensmittel entsorgt. Laut NDR summiert sich der Schaden auf rund 34.000 Euro. Betroffen waren Bedienungstheken, Kühlhäuser und Tiefkühltruhen, die zeitweise deutlich zu warm liefen. Der Betreiber berichtete, dass Wurst-, Käse-, Milch- und Tiefkühlprodukte nicht mehr verkauft werden konnten und durch eine Fachfirma fachgerecht beseitigt wurden.

Die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg hat Ermittlungen aufgenommen. Sie prüft, ob Unbekannte die zentrale Steuerung der Kühlanlagen manipuliert haben. Die Polizei Lilienthal bestätigte den Einsatz, äußerte sich zum laufenden Verfahren jedoch zurückhaltend. Nach Angaben aus den Berichten wurden die betroffenen Geräte schrittweise wieder in Betrieb genommen. Ob der Schaden durch eine Versicherung gedeckt ist, wird zwischen Betreiber und Versicherer geklärt.

Hintergrund ist eine Serie ähnlicher Vorfälle in Europa, bei denen Kühlanlagen in Supermärkten offenbar aus der Ferne verstellt wurden und statt zu kühlen erwärmten. Die Tagesschau verweist auf entsprechende Meldungen aus mehreren Ländern. In Deutschland warnen Handelsverbände und Sicherheitsbehörden vor Schwachstellen in vernetzter Gebäudetechnik. Der Fall in Niedersachsen gilt als früher bekannter deutscher Vorfall dieser Art. Konkrete Täter sind bislang nicht benannt; ob es Verbindungen zu anderen Taten gibt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Zur Höhe des Schadens kursieren unterschiedliche Angaben in Medienberichten. Während der NDR rund 34.000 Euro nennt, berichten einzelne andere Redaktionen von abweichenden Summen. Diese Differenzen lassen sich nach derzeitigem Stand auf verschiedene Zeitpunkte der Schätzung und auf variierende Angaben des Betreibers in Interviews zurückführen. Unstrittig ist, dass die Kühlkette unterbrochen wurde und der Markt aus Gründen des Verbraucherschutzes schnell reagierte.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen nach derzeitiger Darstellung keine unmittelbaren Gesundheitsgefahren, da die betroffenen Waren nicht mehr in den Verkauf gelangten. Der Vorfall zeigt jedoch, welche wirtschaftlichen und organisatorischen Folgen Angriffe auf vernetzte Kühlanlagen haben können. Fachleute empfehlen, Fernzugriffe auf solche Systeme technisch abzusichern, Zugänge zu härten und Protokolle eng zu überwachen. Regionale Behörden und Unternehmen im Landkreis Osterholz wollen die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um präventive Maßnahmen zu prüfen.

Berichte von NDR, buten un binnen und weiteren regionalen Medien bilden die Grundlage der aktuellen Angaben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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