Wirtschaft

Destatis: Zum Stichtag 31. Dezember 2025 überwiegen Männer in jungen Altersgruppen, Frauen in älteren

Das Statistische Bundesamt berichtet, dass zum Jahresende 2025 besonders bei 18- bis 29-Jährigen ein Männerüberschuss besteht: 912 Frauen auf 1 000 Männer.

Wiesbaden – Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat in einer Pressemitteilung vom 31. August 2026 die Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung zum Stichtag 31. Dezember 2025 veröffentlicht. Demnach ist das Geschlechterverhältnis in Deutschland altersabhängig: In der Altersgruppe der 18 bis 29 Jahre liegt der Männeranteil am höchsten; bundesweit kamen in dieser Gruppe 912 Frauen auf 1 000 Männer. Bei den unter 18-Jährigen waren es 947 Frauen auf 1 000 Männer, bei den 30- bis 49-Jährigen 969 Frauen auf 1 000 Männer. Insgesamt leben in Deutschland 1 027 Frauen auf 1 000 Männer.

Destatis nennt als wesentliche Erklärungen die höhere Zahl neugeborener Jungen gegenüber Mädchen im Mittel sowie eine positive Nettozuwanderung von Männern in den jüngeren Altersklassen. In älteren Jahrgängen führt vor allem die höhere Lebenserwartung von Frauen zu einem deutlichen Frauenüberhang: Bei den mindestens 65-Jährigen waren es 1 260 Frauen auf 1 000 Männer. Regional unterscheiden sich die Verhältnisse; ausgeprägte Männerüberschüsse bei Jüngeren finden sich insbesondere in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen, während Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg insgesamt die höchsten Frauenanteile aufweisen.

Die vorliegenden Zahlen beruhen auf der laufenden Bevölkerungsfortschreibung mit dem Zensus 2022 als Bezugsbasis. Detaillierte Tabellen und Monatsreihen stellt Destatis in GENESIS-Online bereit; methodische Hinweise zur Behandlung der Geschlechtseinträge und zu möglichen Korrekturen sind in der Pressemitteilung dokumentiert. Destatis weist außerdem darauf hin, dass die Kategorien der Bevölkerungsfortschreibung die amtlichen Einträge "männlich" und "weiblich" abbilden; Einträge ohne Angabe oder "divers" werden für die Zeitreihen bis auf Weiteres verteilt oder separat ausgewiesen.

Für Planung in Kommunen, Ländern und auf Bundesebene sind diese Unterschiede relevant: Ein hoher Anteil junger Männer kann Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung, Arbeitsmarktintegration und Wohnraumnachfrage haben; in Regionen mit starkem Frauenüberhang bei Älteren steigen Anforderungen an Pflege und Gesundheitsinfrastruktur. Zukünftige Revisionen der Fortschreibung können die Verhältniszahlen ändern, der hier dokumentierte Befund bezieht sich jedoch eindeutig auf den Stichtag 31. Dezember 2025.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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